Seltsame Preispolitik

Also so ganz kann ich nach dem heutigen Tag die Aussagen des Labels von Mr. Reznor auch nicht mehr nachvollziehen. Die sprachen ja davon, dass man Musik, die sich gut verkauft teurer anbietet, um damit die Verluste der Popsternchen aufzufangen, die nur magere Ergebnisse erzielen. Ich geh mal davon aus, dass eine ähnliche Denkweise auch beim Global-Player Amazon gang und gebe sein dürfte. Denn diese wissen schliesslich mehr als genau, was geht und was nicht geht. Allerdings bezweifle ich, dass die CD einer eher unbekannten Band sich so toll verkauft, das Amazon dafür dann mal eben 20 Euro verlangen kann (Hier und hier). Okay, sie können, aber entweder hab ich da den Markt noch nicht kapiert oder schlicht etwas übersehen. Ich dachte bis eben immer noch, dass dann die Preise sinken, wenn wenig Nachfrage besteht. Irgendwas stimmt da nicht…

Das Schlimmste allerdings ist dann wirklich, dass weder der Vertrieb, noch das Label oder der Künstler einen Einfluss auf diese Preisgestaltung nehmen kann. Das schaut willkürlich aus und es bleibt wieder nur der gepflegte Eigenvertrieb am Ende für Indies.

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Seltsame Preispolitik bei iTunes | Amazon MP3 Shop | Urheber- oder Leistungsschutzrechte? | I don’t believe it… | Experiment gelungen - Labels tot? | Onlinemedien in Deutschland | Y34RZ3R0R3M1X3D | Konsequente Kriechtiere | Es ist zum Kugeln… | Radiotaugliche Musik? |

3 Meinungen ↓

#1 Kamuflaro am 30.05.2007 gegen 19:52

Wow der Preis hat es in sich. “I Feel” hat zwar 18 Tracks und ich weiß wo die paar Kröten hingehen, aber mehr als 10 hätt ich nicht bezahlt. In der Tat war es weniger. Ich könnt da jetzt noch mehr schreiben, aber das ginge am Thema vorbei.
Ist in der Tat ärgerlich, wenn man über Amazon nichts los werden kann auf Grund nicht beeinflussbarer Marktpolitik und quasi wieder gezwungen wird selbst zu vermarkten.

#2 Falk am 30.05.2007 gegen 20:37

Grad um Letzteres gehts ja. Ich mag da jetzt kein System dahinter vermuten, außer vielleicht, dass die Preise automatisch angehoben werden, je älter die Sachen werden. Und sowas ist daneben - wenn gleichzeitig auf der Bandwebseite die gleiche CD für 10 Euro vertickt wird. Denn Amazon soll ja den Mehrwert darstellen und den Leuten den Kauf vereinfachen. So aber fällt diese dämliche Preispolitik ja auch auf die Bands zurück…

#3 FALK stands for FUCK ART - LETS KILL! » Konsequente Kriechtiere am 17.06.2007 gegen 00:13

[...] reptyle.de Vor allem, weil sich an der irren Preisgestaltung bei Amazon wohl auch nichts mehr ändern wird. Und die ersten beiden Songs vom Album gibts dann auch gleich noch als kostenlosen Download oben drauf. [↩] [...]

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