MySpace Music geht an den Start

Und Intro schreibt: “In der MySpace-Pressemitteilung heißt es: ‘MySpace Music vereint zum ersten Mal Künstler, Major Labels und User unter einem Dach’. Dass es eigentlich die kleinen Independent-Labels waren, die MySpace zu einer der größten Netzwerke in Sachen Musik gemacht haben, wurde hier einfach unter den Tisch gekehrt.” (Quelle)

Und trifft damit den Nagel verdammt deutlich auf den Kopf. Aber nicht nur die Indies sind die Verlierer bei diesem Deal, im Grunde eigentlich auch jeder User, die jetzt noch anhaltender mit Werbung zugeballert und mit kurzfristiger Kommerzmusik gleichgeschaltet werden. Nachhaltig ist anders…

Und leider erweckt derzeit noch eine weitere Plattform ähnliche Gedanken - last.fm scheint nach dem Deal mit CBS langsam auch zu vergessen, daß ihr jetziger Erfolg maßgeblich von unabhängigen Bands und Labels generiert wurde. Und der Dumme bleibt am Ende wieder der Fan. Der soviel Wahlmöglichkeit dann auch nicht mehr wirklich hat…

Für mich persönlich sind derzeit Reverbnation (international) und regioactive.de (Deutschland) das Maß der Dinge, wenn es um Musikplattformen geht.

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Portishead Exclusive!? | Media Control Charts: Neues Reglement | Zwischenstand | Aufräumarbeiten | VUT schießt scharf | Dave Gahan auf Solopfaden | Ziemlich ruhig hier | Eigentlich… | New Model Army - US Tour gecancelt | Cleveres Marketing oder tatsächliches Ende? |

5 Meinungen ↓

#1 Tom am 04.04.2008 gegen 15:27

Tja, in punkto last.fm und myspace könnte ich neunmalklug ‘habichdochgleichgesagt’ unken. Tu’ ich auch. Es ist halt definitiv immer die selbe Kacke mit den Majors bzw. den Medienkonzernen: für eine schnelle Mark machen sie sich lieber selber zum 1000sten mal selbst Konkurrenz, als irgendwas Neues aufzubauen, das vielleicht auch länger als ein, zwei Jahre oder Monate Bestand hätte.

#2 Falk am 04.04.2008 gegen 15:46

Allerdings ganz drauf verzichten geht halt auch nur begrenzt und ist solang nicht möglich, wie schlagkräftige Alternativen für unabhängige Künstler fehlen…Du musst ja die Leute da auf dich aufmerksam machen, wo sie sind. Von allein kommen die Wenigsten.

#3 tom am 18.04.2008 gegen 00:35

Da erzählst du mir nichts Neues. Allerdings greift hier auf seine eigene, stockdämliche Art schon wieder der alte Konsumverweigererinstinkt: “Mach nicht das, was alle machen - das kann nämlich nur Scheisse sein.”
Mit anderen Worten, wenn etwas gross genug wird, dann zieht es die Majors an - und wo die sind, dort ist “verbrannte Erde”. Fazit: Wer etwas Gescheites haben möchte, am Ende gar en vogue sein will, der muss schon selber suchen. Das “richtige Händchen”, Geschmack und Sachverstand gibt’s nun mal nicht am Grabbeltisch.

#4 Tuffy am 18.04.2008 gegen 14:19

Vielleicht hat das Internet generell als Plattform für Indie-Bands auch schon wieder ausgedient und man muss wieder kopierte Zettel und Demos an Fanzines schicken ;-) …

#5 Falk am 18.04.2008 gegen 14:46

Warum sollte es denn ausgedient haben? Aber die Mär davon, daß es als alleinige Plattform für unbekannte Bands dienen kann und Erfolg verspricht, hält sich hartnäckig.

Gibs mir...

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