Unabhängig, Unsachlich, Unspektakulär…Unmöglich!?

F.A.L.K. stands for FUCK ART - LETS KILL!


Im Moment…

» Abgelegt von Falk am 19.01.2007 16:18 unter: Creative Commons, Kommerz, Sonstiges, Management |

…fehlen mir schlicht nur noch die Worte. Stichpunkte sind Forenhaftung, Relativiererei und GEMA.

Wenn ich das alles verdaut und verinnerlicht habe, dann schreib ich sicherlich noch was zu unserem Verein in München. Vorher gilt: Hallo GEMA, schickt mir doch auch mal so einen netten Brief (PDF), in dem ihr mich auffordert, meine Webseite bei Euch anzumelden, weil ihr die Einzelfälle nicht prüft. Ich wär Euch sehr verbunden. Will ja hier nichts Ungesetzliches tun, obwohl Euch Creative Commons da in München nicht zu interessieren scheint und hat. (und wenn ich jetzt weiterschreiben würde, dann würde ich wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung abgemahnt)

ARMES DEUTSCHLAND!





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  • 1

    Falk, für 70 Euro im Jahr könntest du so viel Britney Spears streamen, wie du willst! lol

    Kamuflaro am 19.01.2007
  • 2

    Für 70 Euro im Jahr kann ich auch ne Menge Briefe an die GEMA schreiben, das die das nen Dreck angeht, was eine Band macht oder nicht, wenn sie nicht Mitglied ist.

    Falk am 19.01.2007
  • 3

    wenn man jetzt seine eigene musik (bei der gema angemeldet, leider ;) ) auf seiner eigenen seite streamen will, muss man aber nicht noch zusätzlich etwas zu der ‘normalen’ gema-mitgliedsgebühr entrichten, oder? (das man bis zum 31.12.2007 seine eigene musik streamen darf, dies aber anmelden muss, weiß ich, es geht nur um die eventuellen zusatzkosten)
    schade, daß pirate bay’s kleinstaat in spe so klein ist…

    serialkyriller am 19.01.2007
  • 4

    Es gibt momentan noch diese Sonderregelung des kostenfreien Streamings für GEMA-Mitglieder. Wenn ich das nicht völlig falsch gelesen habe, ging wohl die Präsentation der Band über die restriktiven Bedingungen dabei hinaus und denen wurde das Angebot mit den 70 Euro gemacht für ihre Eigenkompositionen. Der eigentliche Witz ist, das die Band sowohl *nicht* Mitglied der GEMA war als auch ihre Songs unter Creative Commons veröffentlicht hatte.

    Und *das* finde ich persönlich nicht nur mehr ungeschickt, sondern dreist…

    Falk am 19.01.2007
  • 5

    sehen die wohl so ähnlich wie die anmeldung von gema-freien stücken auf öffentlichen veranstaltungen (meine ich zumindest mal so gelesen zu haben)…
    die gema blockiert immer mehr kreatives schaffen und die existenz von künstlern (veranstalter schrecken gerne auch mal vorm ausfüllen der gema-liste zurück, bzw. vor’m zahlen der gebühr)…
    lohnt sich ein ausstieg aus der gema und ein wechseln zu cc (nicht nur aus ideologischen gründen)? versuche meinen vater (musiker) dahin zu bewegen…

    serialkyriller am 19.01.2007
  • 6

    Die Frage, ob und wann ein Ausstieg lohnt oder davon eher abzuraten ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn eins darf man halt nicht vergessen, wenn man die Verwertung seiner Rechte und die Kontrolle dazu in die eigenen Hände nimmt, kann das schnell sehr stressig werden. Genaugenommen - sobald man mit der Musik Einkünfte erzielt, die einen Großteil des Lebensunterhaltes ausmachen, sollte man diesen Schritt auch aus idiologischen Gründen nicht gehen. Umgedreht kann es sich aber für Künstler, deren Einkünfte nur marginal sind, durchaus auch positiv auswirken. Immer eine Einzelfallentscheidung. Newcomern rate ich prinzipiell von einem Beitritt ab, aber auch dies ist schon sehr gewagt.

    Falk am 19.01.2007
  • 7

    Tach, also Fakt ist, dass man einfach nur unterscheiden muss, zwischen lizenzierter und nicht lizenzierter Musik. Ob man dabei GEMA-Mitlied ist, oder nicht, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wenn ich beispielsweise eine Coverversion eines lizenzierten Songs auf meiner Internetpräsenz hoste, dann muss ich zahlen. (70 Euro pro Jahr, pro URL) Habe ich jedoch ausschließlich Eigenkompositionen (in Sound und Text) auf meiner Seite, welche zudem noch nicht lizenziert sind, weil man z.B. kein Mitglied dieser Gesellschaft ist, bezahlt man keinen Cent. Ohne Lizenzvergabe bleibt man Eigentümer des “geistigen Werkes” und behält somit das alleinige Copyright, bzw. Verwertungsrecht. In diesem Fall listet man die Songs auf, unter Bezugnahme auf Titel, Komponist, Textdichter, Bearbeiter, Musikverlag. Anhand dieser Punkte, wird die GEMA eine Repertoire-Prüfung der einzelnen Songs durchführen. Stellt sich dabei heraus, dass keine Fremdlizenzen darauf bestehen, kommt kein Vertragsabschluss mit der Gesellschaft zustande. Fazit: Solange es eure Songs sind, ihr die nicht “schützen” lasst, etc., könnt ihr damit machen, was ihr wollt. Andererseits kann es dann jedoch auch schnell passieren, dass sich eure “Hit´s” andere unter den Nagel reißen. Solange ihr das Ganze aber mehr oder weniger als Hobby zum Selbstkostenpreis betreibt, rate ich logischerweise von einer Mitgliedschaft bei der GEMA ab, denn dann bringt es nichts ein, außer sinnlose Kosten. Beste Grüße

    Rio am 02.02.2007
  • 8

    Tach, also Fakt ist, dass man einfach nur unterscheiden muss, zwischen lizenzierter und nicht lizenzierter Musik.

    Nicht in Bezug auf das Urheberrecht und auch nicht in Bezug auf die Vertretung der Autoren und Textdichter durch die GEMA. Ob und an wen Verwertungsrechte abgetreten sind, spielt bei der Betrachtung imho erstmal keine Rolle. (Ausnahme: Verlagsverträge)

    Wenn ich beispielsweise eine Coverversion eines lizenzierten Songs auf meiner Internetpräsenz hoste, dann muss ich zahlen.

    Das ist völlig verständlich, denn schliesslich hat der Textdichter/Autor ja sonst nichts davon. Über die Höhe kann man dann allemal noch streiten. Kritikpunkt hier ist dann lediglich wie immer, das der Autor keine Songs von der Verwertung “freistellen” kann, um beispielsweise eine unkommerzielle und kostenlose Nutzung *ohne* Abgaben an eine VG zu erlauben.

    man z.B. kein Mitglied dieser Gesellschaft ist, bezahlt man keinen Cent

    Das wär auch noch schöner. Nur im angesprochenen Fall handelte es sich nunmal um Eigenkompositionen von Nicht-GEMA-Mitgliedern. Diese waren dann noch zusätzlich unter Creative Commons gestellt. Und bevor da die unsinnige GEMA-Vermutung greift, haben die dies bitte vorab zu prüfen. Und nicht wie geschehen, die Jungs zu belästigen.

    Ohne Lizenzvergabe bleibt man Eigentümer des “geistigen Werkes�?

    Das bleibt man auch bei Lizenzvergabe, denn das deutsche Urheberrecht sieht eine “Abtretung” des Selben nicht vor.

    Andererseits kann es dann jedoch auch schnell passieren, dass sich eure “Hit´s�? andere unter den Nagel reißen.

    Ja, sollte mal jemand versuchen. Ich kenn da durchaus ein paar Beispiele, wo große Plattenfirmen noch nachträglich entsprechende Lizenzen vom Urheber erwerben durften. Der Schutz regelt sich im Urheberrecht und ist völlig unabhängig, ob und in welchem Umfang Lizenzen vergeben werden oder eine VG mit der Wahrung beauftragt wurde. Allerdings ist es durchaus ein Problem, die Urheberschaft auch nachweisen zu können. Aber da verweis ich auch auf die CC und diversen Möglichkeiten, die eigene Urheberschaft glaubhaft zu machen.

    Solange ihr das Ganze aber mehr oder weniger als Hobby zum Selbstkostenpreis betreibt, rate ich logischerweise von einer Mitgliedschaft bei der GEMA ab, denn dann bringt es nichts ein, außer sinnlose Kosten.

    Und ich rate in vielen Fällen auch davon ab, wenn die Band/der Künstler (semi-)professionell Musik macht. Wie ich oben schrieb, pauschal kann man dies nie sagen.

    Falk am 02.02.2007
  • 9

    okay, also coverversionen weglassen, wenn man kosten vermeiden will.

    ob meine gestreamte musik (eigenkompositionen, bei der gema angemeldet) nun 30 sekunden lang sind oder die volle spielzeit, ist nicht relevant, oder?

    muss ich es nochmal extra anmelden, wenn ich diese musik online stelle (als stream)?

    wie steht es um den punkt ‘verlinkungen mit kommerziellen anbietern’? es gibt da eine seite mit auftrittsterminen und den entsprechenden links zu den veranstaltern, die wiederum teilweise zurück zu mir verlinken - erlaubt oder nicht?

    serialkyriller am 04.02.2007
  • 10

    Ich zitier mal eben, das dürfte deine Fragen beantworten.

    Die Anmeldung von Websites mit Streaming von Werken von GEMA-Mitgliedern kann ab sofort über den GEMALizenzshop durchgeführt werden. Unter www.gema.de/lizenzshop steht der GEMA-Lizenzshop rund um die Uhr zur Verfügung.

    Die Eigenpräsentation Ihrer Werke muss auf einer bestimmten Website erfolgen, deren Inhaber bzw. Betreiber Sie sind. Die Eigenpräsentation von Komponisten und Textdichtern kann auch über die Website eines Urheberverbandes erfolgen. Verleger dürfen auf einer Website vergütungsfrei ausschließlich die durch Verlagsvertrag mit Ihnen verbundenen Autoren mit deren Werken präsentieren.

    Vergütungsfrei ist es gestattet, von einer weiteren Website, bei der Sie Inhaber sind, auf der z. B. auf Tonträgerveröffentlichungen oder auf Konzerte hingewiesen wird, eine Verbindung zu Ihrer Website mit Eigenpräsentation herzustellen und das Anhören Ihrer Werke zu ermöglichen.

    Die Lizenzierung und Vergütungszahlung ist z. B. in folgendem Fall erforderlich: Wenn von einer allgemeinen Website Dritter oder eine kommerziellen Website Dritter (z. B. Internetmailordervertrieb) eine Verbindung auf Ihre Website mit der Eigenpräsentation Ihrer Werke möglich ist, die das Anhören erlaubt, ist die Lizenzierung und Vergütungszahlung vor der Einstellung der Werke auf Ihrer Website erforderlich.

    Quelle: Eigenpräsentation von GEMA-Mitgliedern über ihre persönliche Website durch kostenloses Streaming (PDF)

    Falk am 04.02.2007


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