Doing a Radiohead

Wahrscheinlich brauchte es tatsächlich ein namhaftes Zugpferd, um die Idee “Bezahl was du willst, wir sehen dich trotzdem als Fan” zu etablieren. Es ist wahrlich nicht neu, aber die Floskel “Doing a Radiohead” dürfte in nächster Zeit als Synonym dafür stehen, seine Musik zu verschenken.

Was sich natürlich Bands, die schon eine riesen Fanbase und eben entsprechende Namen habe, einfacher leisten können. Denen geht dann, wie derzeit Thomas D. leicht von den Lippen, eine CD nur noch als Promo für eine anstehende Tour zu sehen. Und klar, ich finds prima - aber in dem ganzen Gedöns momentan gehen wieder die unter, die eben auch gute Musik produzieren, aber bei Weitem nicht diese Reichweite erzielen.

Der einzig positive Aspekt, den ich jetzt für junge und engagierte Bands sehe - sie werden wohl nicht mehr nur nach Verkaufsfähigkeit, sondern eventuell ja doch wieder nach der Qualität der Musik beurteilt werden. Und wenn dies das Ergebnis der erhofften und langersehnten Umwälzung im Business sein sollte, dann mach ich glatt ‘ne Flasche Sekt auf.

Oh, was ich eigentlich schreiben wollte, steht beim NME: Trent Reznors Zusammenarbeit mit Saul Williams, “The Inevitable Rise And Liberation Of Niggy Tardust”, wird ab 01.11.2007 im radioheadschen Sinne unters Volk gebracht. Zahlen oder nicht zahlen - das ist dort die Frage.

Link: Nine Inch Nails do a ‘Radiohead’

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