Deutliches Statement

Am Freitag werden wir bei afmusic eine Single namens “Der Biss” des Berliner Künstlers Rebentisch veröffentlichen (siehe hier ). Mit dem dazu gehörigen Video möchten wir ein deutliches Zeichen gegen den wieder steigenden, absurden Hass und die zunehmende Gewalt gegen Schwule und Lesben setzen. Und so eindeutig wie dieses Statement, ist dann auch das Video nach dem Link.

 

Direktbiss

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Dresden Dolls - Shores of California | Darf ich nun eigentlich noch… | Sandra Nasić | My Last Dance | Wenn ihr eine gespenstischen Anti-Welt voller Hass und Wahn sehen wollt… | Radio Heute | Youtube Videos downloaden (Reload) | Quadratur des Kreises? | Himmel, Arsch und Zwirn | Playlist: Konzeptlos in den Abend vom 13.09.2007 |

13 Meinungen ↓

#1 noise-generator am 30.04.2008 gegen 20:59

Cooler Lovesong!
Das Video hat auch was. Normalerweise hätte ich wohl nicht mit knutschenden Kerlen gerechnet. Mit normalerweise meine ich wenn ich den Clip ohne Vorwort gesehen hätte. Toleranz ist glaube ich nicht gerade eine deutsche Tugend.
Manchmal glaube ich das der aufmerksame Blockwart nebenan Angst hat. Da wird doch wohl keiner Spaß haben? Oder schlimmer noch einfach glücklich sein. Ohne einen Antrag, ohne Formulare und UNGENEHMIGT!
Wo kommen wir denn da hin… ???

#2 doX am 30.04.2008 gegen 23:04

Für mich ist das ein ganz normaler (love)song und nach der Einleitung hätte ich echt ein deutlicheres Zeichen erwartet. ;)

Nun gut, es wird eh noch ein paar Tage brauchen bis in diesem Zusammenhang nicht mehr von Toleranz und ‘normalen Erwartungen’ geschwafelt wird.

Ich finde knutschende Kerle jedenfalls ziemlich alltäglich und längst überfällig, dass sie es in Musikvideos auch werden.

#3 Falk am 30.04.2008 gegen 23:18

Du, ich und viele aus unserem Bekannten- und Freundeskreis sicherlich. Aber die Ressentiments gegenüber allem, was irgendwie “anders” ist, sind unübersehbar. Das geht doch schon damit los, das ein freundlich auftretender Punk eben doch angemacht wird, nur weil er eben “anders” aussieht…Und zum Thema Toleranz mag ich grad auch nicht viel sagen - ich habs nicht so mit dieser, ich fänd Akzeptanz und gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtiger, als zeitweise vergebene Gnade…

#4 doX am 30.04.2008 gegen 23:37

Recht hast du.
Ich wollte damit auch nicht das Zeichen als solches geringschätzen sondern zum Ausdruck bringen, dass man auch in unterschiedliche Richtungen Erwarten kann.

Die Toleranz-Debatte ist dann eh ne andere Baustelle. Mir wäre wohl auch Gleichgültigkeit recht - es sollte einfach keine Rolle spielen…

#5 Falk am 30.04.2008 gegen 23:43

Daran siehst du allerdings, wie selbstverständlich uns diese Dinge vorkommen. Wie “normal” wir das empfinden und auf Grund dessen wohl auch so sensibel auf jedwede Form des Rassismus mit ungläubigen Kopfschütteln oder anderen Dingen reagieren…Dabei fällt mir grad auf, daß ich den “Love music - hate rassism” Button mal wieder einbauen sollte ;)

#6 Falk am 30.04.2008 gegen 23:44

Und grad vergessen: Gleichgültigkeit kann (muss aber nicht) auch ein Zeichen von Akzeptanz sein. Es ist eben dann egal…

#7 Kamuflaro am 02.05.2008 gegen 00:06

Der gibt ja richtig Gas du *g*

#8 Falk am 02.05.2008 gegen 21:05

Was auch immer du uns jetzt damit sagen wolltest…

#9 Mario H. am 02.05.2008 gegen 22:55

Doch, das rockt schon. Das Video ist auch echt gut.
Btw: für mich sind knutschende Männer nicht “normal” (alltäglich), eher ungewöhnlich.

#10 cosmopolit_hh am 18.05.2008 gegen 11:21

Ich finde, Toleranz und Akzeptanz sollte nicht nur einseitig gelebt werden. Ich halte knutschende Schwulen- und Lesbenpärchen auch nicht für alltäglich und habe auch meine Problemchen damit, diesen zu begegnen. Es ist eben, bezogen auf die tausende von Jahren Menschheitsgeschichte, eine verdammt kurze Zeit, eine Sekunde, dass so offen Schwul- und Lesbisch-Sein kommuniziert und gezeigt wird. Da muss man sich auch mal dran gewöhnen dürfen.

Jeder soll machen was er möchte. Aber man sollte uns Heteros auch eine Eingewöhnungszeit und/oder auch die Meinung “Find ich nicht gut” zugestehen. Nicht jeder, der damit nichts anfangen kann, ist gleich jemand, der Schwulen/Lesben “vermöbelt”.

Ich persönlich finde es gut, wenn man seine Individualität, auch seine sexuell-orientierte, auslebt.

#11 Falk am 18.05.2008 gegen 11:29

Aber man sollte uns Heteros auch eine Eingewöhnungszeit und/oder auch die Meinung “Find ich nicht gut” zugestehen.

Eingewöhnungszeit für was? Zu akzeptieren, daß Menschen unterschiedlich sind? Das es unterschiedliche Meinungen und Kulturen gibt? Das der eine homo, der andere hetero, der nächste an Gott glaubt, der andere wieder nicht, der eine eine dunkle Hautfarbe hat, der andere weiß im Gesicht ist? Sorry, aber DAFÜR brauchts keine Eingewöhnungszeit - wer das nicht ab kann und dann noch offen dagegen hetzt, der ist in meinen Augen ein Rassist.

#12 Mario H. am 18.05.2008 gegen 12:10

Falk, es gibt Bereiche, in denen Unterschiede schon früh gelehrt werden. In der Schule, im Fernsehen, im Freundeskreis…
Und es gibt Bereiche, die Tabus betreffen: Sex und insbesondere sexuelle Präferenzen.
Wer nicht in einer Großstadt aufgewachsen ist, hat bis zum Studium (oder so) vielleicht noch nie Schwule offen schwulsein gesehen. An den Anblick muss man sich gewöhnen.
Damit hat allerdings

Find ich nicht gut

nichts zu tun. Da kann man vielleicht tatsächlich von Homophobie sprechen…

#13 Falk am 18.05.2008 gegen 12:26

Jetzt wirds ein weites Feld, was du da aufmachst, wo ich eigentlich in wenigen Sätzen kaum noch erklären kann, was mich zu solchen Aussagen wie da oben bringt.

…es gibt Bereiche, in denen Unterschiede schon früh gelehrt werden.

Ist das wirklich so und vor allem - mit welchen Zweck werden Unterschiede deutlich gemacht? Ich finde es persönlich sinnvoller, die Gemeinsamkeiten herauszustellen. Sei es bei den diversen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und eben auch bei sexuellen Neigungen. Ich hab da eher den Eindruck, daß die Unterschiede oft genug nur zur Abgrenzung, zum Überlegen-Fühlen oder offensichtlicher Ausgrenzung führen. Was dem einen sein Schwuler ist dem nächsten sein Neger und dem anderen sein H-IV-Empfänger.

Und natürlich gesteh ich jedem das Recht zu, die christliche Lehre abzulehnen (tu ich auch), lieber mit Frauen rumzumachen (tu ich ebenso), sich die Haare grün zu färben (mach ich nicht) oder was weiß ich denn…solang dieser Mensch mir mit Respekt begegnet. Und an eben diesem mangelt es an jeder Ecke…

Gibs mir...

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