Respect for art and creativity

Neopaganism tends to attract artists and musicians as much as it attracts technologists. Our myth and ritual can be very powerful at stimulating and releasing creativity, and one of the greatest strengths of the movement is the rich outgrowth of music, poetry, crafts and arts that has come from that. It is quite common for people joining the movement to discover real talents in those areas that they never suspected.
Frequently Asked Questions about Neopaganism (Eric S. Raymond)

Die christliche Vorstellung eines “Heils”, das bereits von Gott selbst ein für allemal erwirkt ist, gibt es im Heidentum nicht. Dort bleibt es Aufgabe der menschlichen Gemeinschaft, im Zusammenhang mit göttlichen und natürlichen Kräften, dieses “Heil” zu erwirken. Diese Aufgabe wird als Verantwortung für den Fortbestand einer harmonisch funktionierenden Welt gesehen, auf Gleichgewicht und soziale Ausgewogenheit, und das lenkt die religiöse Aufmerksamkeit und Hinwendung notwendigerweise auf das Hier und Jetzt der Gegenwart. (Quelle)

Und wohin man in einem christlichen Land kommt, sieht man ja. Dann betet mal schön für eine bessere Welt, aber mit einem männlichen Gott wirds diese wohl niemals geben. Das größte Übel der Gesellschaft, Alles und Jeden nur schwarz-weiss zu sehen, liegt in der jahrhundertelangen Gehirnwäche, die einem weismachen möchte, das es unbedingt diese Dualität von Gut und Böse geben muss. Und was Gut und was Böse ist, entschieden und entscheiden dann immer nur ein paar wenige Menschen. Da wird von Moral gefaselt und die menschliche Ethik stützt sich nur auf die Annahme, dass der da oben es schon richten wird. Warum gibt es Sünde? Warum werden Fehler nicht verziehen? Warum muss ich mich vorm Herrn freikaufen, um in den Genuß seiner Güte zu kommen?1

Statt nach nebenan schaut man nach Oben. Und hofft auf eine göttliche Fügung des eigenen Schicksal und übersieht, dass man es eigentlich selbst in der Hand hätte.

Na dann frohe Weihnachten!

  1. Ich mache niemandem seine Religion streitig. Das liegt mir völlig fern. Ich möchte nur auch zeigen, dass das Wohl und Wehe sicher nicht nur davon abhängt, welchen “Gott” man anbetet und das Technik und Technologie lösgelöst von allem anderen sicher auch nicht das Heil sind []

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
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6 Meinungen ↓

#1 Prospero am 23.12.2006 gegen 14:30

Das mit dem Freikaufen hat Luther aber schon für mich geregelt. Sole fida, nichts mit guten Werken um sich für den Himmel präsentabel zu machen auch wenn die nicht schaden. ;-)
Ad Astra

#2 Falk am 23.12.2006 gegen 14:31

Ich persönlich will ja gar nicht in den Himmel, da ist’s langweilig und die Musik einfach nur scheisse.

#3 Chris am 23.12.2006 gegen 21:52

Ich werde für Eure Seelen beten… :D

#4 Oli am 25.12.2006 gegen 16:42

Neopaganism tends to attract artists and musicians as much as it attracts technologists.

Das neue gelebte Heidentum entstammt nicht dem Wunsch, dem konsverativ, heucherlichen Gebahren der kirchlichen Doktrin zu entfliehen, sondern es war schon bei urzeitlichen Ahnen usus, mehrere Götter nebenher sind einfach geiler. Götter mitunter die einem mehr erlauben, als nur ein “Weichei-Gott” - die eine Religion mit einer “anderen” auszutauschen macht imo keinerlei Sinn. Man erkennt heute gerne dieses “Neo-Zeugs”, ich bin dagegen weil konservativer Mist und bla bla, deswegen baue ich mir was eigenen. Ja genauso entstehen neue Religionen - früher probieren wir es jetzt mal mit Montheismus ;)

Das Problem zu allen Zeiten, der Mensch baut sich seine Religion und es kommt immer etwas schlechtes bei raus, weil ein Teil der Menschheit gerne herrscht und der Rest gerne(?) dient.

#5 Falk am 25.12.2006 gegen 16:50

Der entscheidende Punkt für mich persönlich ist unabhängig einer Religion, sich auf das “Hier und Jetzt” und vor allem auf die eigene “Stärke” zu besinnen. Ungeachtet ob mit Hilfe eines Gottes, vieler Götter oder der Mutter Gottes. Der Punkt ist doch, das Nächstenliebe nicht davon abhängt, an welches “übersinnliche Wesen” ich glaube, sondern ob ich persönlich bereit bin, meine eigenen Interessen auch mal hinter die eines Anderen zu stellen.

#6 Oli am 25.12.2006 gegen 18:00

Auch Nächstenliebe muß gelernt sein, diese “Anwandlungen” fallen einem nicht einfach so in den Schoß. Der Punkt ist, jeder baut sich seine eigene “Religion” ohne es jedoch zu bemerken. Ob da nun von einem Wesen, von einer omnipotent guten Handlung etc. fabuliert wird, ob Punk, Rocker, Kultist, Wikka Anhänger etc., das ist belanglos. Entscheiden werden später andere ob man gut lebte oder Fantasien hinterher rannte.
Ob ein Mensch was taugt, das erfährt man nur wenns wirklich hart kommt, Chris z.B. fällt mir da spontan ein oder meine Frau mit der ich jetzt seit 10 Jahren verheiratet bin. Ob meine Philosophie, Religion, whatever also was taugte - das lasse ich andere beurteilen, ich denke da hab ich schon einen gewaltigen Sprung über meinen Schatten gewagt. Man muß natürlich oberflächliche Handlungen, Wandlungen ebenso im Auge behalten, wie oberflächliche Wertungen - ein schwieriges Feld und ergo für ein hammerharte Aussage eher grenzwärtig.

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