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Jetzt dann auch die Schweiz

» Abgelegt von Falk am 17.04.2006 19:46 unter: Kommerz, Sonstiges |

Brauchen ja manchmal ein wenig länger die Schweizer (und nein, das ist keine Kritik, die eher bedachte und ruhige Art gefällt mir). Aber nun scheint es auch dort langsam amtlich zu werden.

Die Schweiz will demnächst ein neues Urheberrechtsgesetzes einführen. Unter anderem soll verboten werden, technische Schutzmaßnahmen zu umgehen, wie etwa den Kopierschutz auf CDs. Der Gesetzentwurf wird von unterschiedlichen Seiten kritisiert.

Kann man bei irights nachlesen. Kommt uns das nicht bekannt vor?

Dem Schweizer Verband der Ton- und Videoträgerhersteller (IFPI Schweiz) geht der Gesetzentwurf nicht weit genug.

Irgendwoher kenn ich diesen Satz … sobald ich Zeit finde, vergleich ich mal die Pressemitteilungen der IFPI zu solchen Gesetzesentwürfen in den diversen europäischen Ländern. Die haben bestimmt einen Ghostwriter, der nur noch Textbausteine zusammensetzt. Für mich klingt das allerdings immer nach einem “entweder ihr Politiker ändert das jetzt so, wie wir das wollen oder ihr habt bei uns verschissen”.

„Die Revision des Urheberrechtsgesetzes in der Schweiz, die derzeit im Entwurf vorliegt und die Legalisierung des Downloads aus illegalen Tauschbörsen und von raubkopierten Angeboten beinhaltet, würde bedeuten, dass Musik immer weniger gekauft wird.“

Klar - Nebelbombe werfen, irgendwelche Zahlen hinterher und dann drauftreten. Passt schon - Schuld sind ja immer die Anderen! Hat eigentlich schonmal jemand der IFPI in der Schweiz erklärt, das Vergleiche immer eine Krücke brauchen? Scheinbar nicht, sonst könnten man auf deren Homepage nicht folgende sehr aufschlussreiche Sätze lesen, wie

Wer eine CD kauft, erwirbt nur das Sacheigentum an der Plastikscheibe, nicht etwa auch die Rechte der Autoren (Komponisten und Textdichter), ausübenden Künstler und Hersteller. Grob vereinfachend kann man das mit der Miete eines Autos vergleichen:

Das ist so weder richtig noch falsch, lenkt allerdings wieder davon ab, um was es eigentlich geht. Oder auch nicht - es zeigt doch, dass hier massiv versucht wird, eine Kontrollinstanz zu schaffen, welche ausschliesslich den Zweck haben soll, darüber zu wachen, was mit der ganzen tollen Musik gemacht wird.

Mir kommt wieder das Bild der Kleinen vorm Gefängnis in den Sinn, die ihrem raubkopierenden und verurteilten Papa “Happy Birthday” singt und damit gegen das Urherberrecht verstösst. Willkommen in der Zukunft!

Das “toll” oben hab ich gestrichen, weil tolle Musik imho Allgemeingut ist. Und davon können die Künstler, welche in Dachverbänden wie der IFPI organisiert sind, kein Lied mehr singen.





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