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Creative Commons ist eben nicht nur cool

» Abgelegt von Falk am 25.04.2007 9:50 unter: Creative Commons, Technik, Sonstiges |

Manchmal habe ich ja tatsächlich den Eindruck, dass sich Viele, die ihre Inhalte unter einer Creative Commons bereitstellen, gar nicht großartig darüber nachdenken, was sie da eigentlich tun. Oder aber das etwas mißverstanden haben oder es eben lediglich als Hype ansehen, um ihre Arbeit zu promoten. Und genau damit setzt man sich regelmäßig Kritik aus, die nicht sein müsste, wenn man vorher mal nachdenkt.

Aktuelles Beispiel dafür lief mir gestern über den Weg und da mein Kommentar da wohl noch in der Warteschleife ist, ich allerdings auch eben schon einen weiteren Kritiker gefunden habe, hier auch nochmal ein kurzes Wort dazu. Die Aktion mit “Stasi 2.0″ und der druckbaren Bildvorlage dürften ja Einige mitbekommen haben. Und für diese Aktion wurde jetzt noch eigens der kostenlose Agitprop-Font “Parole” erstellt. Soweit so gut.

Diesen stellte man dann unter eine Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Soweit auch noch gut. Dann allerdings frickelte man sich noch eigens Nutzungsbedingungen zu der Lizenz und schrieb: “Was darf man mit Parole machen? Fast alles, außer den Font selbst zum Download anbieten und ihn verändern … dies bleibt Dataloo und FontShop vorbehalten.”

Ja und genau Letzteres ist eine unwirksame Einschränkung der gewährten Lizenz, da diese explizit solche Vertragsklauseln ausschliesst. Und ich muss ehrlich sagen, ich find das auch völlig korrekt, dass die CC an der Stelle so restriktiv Erweiterungen bzw. Einschränkungen der Lizenz verbietet, weil man sich ansonsten ja überhaupt nicht mehr sicher sein kann, ob und was man darf. Und was hierbei jetzt noch hinzukommt, eine einmal vergebene Lizenz kann nicht wirkungsvoll widerrufen werden.

Und ich beton es nochmal, es bleibt jedem Urheber selbst überlassen, zu entscheiden, was man mit seinen Werken tun darf oder eben auch nicht. Aber dann sollte man sich als Urheber auch erst einmal mit den Lizenzen beschäftigen, die man vergibt. Und im Zweifel einfach die Finger von einer Creative Commons lassen, denn das Urheberrecht bietet ausreichend Schutz gegen “Datendiebe” und einfache Nutzungsbedingungen kann man sich dann auch noch selbst ausdenken.

Weitere Links zum Thema:





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  • 1

    Kann doch mal passieren. Wir sind Neulinge auf dem Gebiet. Warum reagieren die CC-Fans so harsch? Eigentlich sollte man sich freuen, dass mehr und mehr Software-Herausgeber diesen Weg wählen (möchten). Die Nebenabstprachen für den Free-Font ›Parole‹ sind inzwischen weggefallen, die neue Datei steht in einer Stunde zur Verfügung. Hat die Diskussion ja doch was gebracht.

    Jürgen Siebert am 25.04.2007
  • 2

    Hi Jürgen, ich empfind das gar nicht als harsch. Auch die Hinweise von Maik nebenan waren doch sehr hilfreich. Vielleicht liegts einfach daran, dass man, wenn man sich mit so Dingen intensiver beschäftigt, da eben recht schnell auch deutliche Worte wählt, wenn jemand einen Fehler macht. Ich schrieb das da oben ja auch mit einer Nacht Abstand, um es eben vielleicht etwas neutraler hinzubekommen.

    Denn das ist mir auch ein Anliegen, einerseits ja auch die Nutzung solcher Lizenzen zu fördern, aber eben auch auf die “Stolperstellen” hinzuweisen. Das an dem Punkt noch viel Aufklärung notwendig ist, wurde mir auch dadurch wieder klar.

    Und wenn die Diskussion etwas gebracht hat, dann freut mich das umso mehr dann.

    Falk am 25.04.2007
  • 3

    fontblog.de/pol...-nicht-wirklich
    »Parole« ist jetzt uneingeschränkt CC.

    Jürgen Siebert am 25.04.2007
  • 4

    Das find ich großartig. Auf dass sich die Schrift auf vielen Plakaten wiederfindet :)

    Falk am 25.04.2007
  • 5

    […] von dem wir beide nicht wirklich viel verstehen. Die Reaktion kam prompt: Man diskutierte hier und hier nicht über die tolle Schrift, sondern über die mitgelieferten […]


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