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Betonköpfe und Lügner

» Abgelegt von Falk am 20.07.2006 12:06 unter: Kommerz, Sonstiges |

Zumindest ist das mein persönlicher Eindruck, das man gar nicht wissen will, was die Menschen hierzulande wollen. Hauptsache die Industrie wird ruhig gestellt und die Lobbies bedient. Auf den offenen Brief des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen gibt es nebenan eine Antwort zu lesen. Na zumindest kann man Textbausteine sachlich korrekt aneinanderreihen.

Zunächst darf ich Sie beruhigen: Nein, Sie werden auch in Zukunft wegen einer oder mehreren Privatkopien nicht ins Gefängnis kommen.

Och wie gnädig und ich rechnete schon mit mindestens 3 Jahren.

Weiterhin kann ich Ihnen mitteilen, dass das Thema „Privatkopie“ bei der Vorbereitung der Reform ausführlich mit allen Beteiligten erörtert worden ist.

Wer sind alle Beteiligten? Hab ich einen Volksentscheid verpasst? Ach nee, Demokratie funktioniert ja anders, grad bei so einem sensiblen Thema wie Urheberrecht.

Dabei fand eine intensive Auseinandersetzung insbesondere mit den Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher statt.

Ich muss echt was verpasst haben. Oder waren da Verbraucherverbände involviert?

Die Privatkopie ist und bleibt zulässig, egal ob analog oder digital kopiert wird.

Ja? Das erzählt mal der IFPI, die sehen das aber gaaaaaaaaaaaaaaaanz anders.

Für die Privatkopie gibt es aber zwei wichtige Einschränkungen: Sie dürfen dann keine Kopie herstellen, wenn die Vorlage, die Sie verwenden, offensichtlich rechtswidrig hergestellt worden ist.

Herrgott nochmal - genau *das* ist ja *DAS* Problem bei der Sache. Mag ja sein, das man das den Leuten zutraut, dies unterscheiden zu können. Aber irren ist männlich und Urheberrechtsverletzungsaufspürdenunzianten genügend unterwegs. Sicher - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, aber hier gehts um popelige Dateien.

Künftig wird es auch verboten sein, Dateien, die offensichtlich rechtswidrig im Internet angeboten werden, herunter zu laden. Dies betrifft die so genannten Peer-to-Peer-Tauschbörsen.

Klar - P2P *ist* pöhse[TM]

Klar ist auch, dass private Nutzer in Tauschbörsen nicht das Recht haben, kommerziell vertriebene Musik zum Download anzubieten.

Das hätte er *mir* mal sagen sollen. Das seh ich etwas anders und kann das Gegenteil beweisen.

Die Herstellung einer Privatkopie ist aber, weder nach dem geltenden noch nach dem zukünftigen Recht, dann nicht erlaubt, wenn hierfür ein technischer Kopierschutz umgangen werden muss.

Moment mal - stand da nicht irgendwann mal die Klausel *wirksam* im Raum? Und wer bitte entscheidet, was wirksam ist. Bestimmt wieder irgendwann Gerichte. Sie begreifens einfach nicht…

Aber Achtung - der größte Witz kommt jetzt - ich musste auch zweimal lesen. Aber der ist an Dummheit nicht zu toppen. Nichtmal von unserem Callboy der Schmerzen.

In Ihrem Schreiben fordern Sie, DRM- und Kopierschutzsysteme zu verbieten, welche den Datenschutz aushebeln und somit mit Risiken für den Nutzer verboten sind.

Die Novelle des Urheberrechts verbietet, wie von Ihnen gewünscht, die Herstellung, den Vertrieb, die Einfuhr und sogar die Bewerbung von Soft- und Hardware, die vornehmlich dazu dient, Kopierschutzmaßnahmen zu umgehen.

An der Stelle hab ich dann ein großes Stück an meiner Tischplatte rausgebissen. Wie doof muss man sein, das Gegenteil dessen, was gefordert wird, verstehen zu wollen? Hallo wach? Weniger kiffen empfehl ich da.

Der Besitz ist allerdings nur zu gewerblichen Zwecken verboten, nicht aber für Privatpersonen.

Weil wir grad beim Kiffen sind - irgendwie ist diese strunzdumme Argumentation genau die selbe. Ich darfs zwar zum Eigengebrauch(/-verbrauch) besitzen. Aber kaufen darf ich es nicht. Okay, dann klauen wir es eben..

Wer das Urheberrecht verletzt, macht sich strafbar und muss mit dem Risiko einer Strafanzeige rechnen.

Damit muss man auch rechnen, wenn man es nicht verletzt. Aber das juckt ja niemanden…

Was bleibt ist wieder mal das saudumme Gefühl, das hier Menschen etwas entworfen haben und entscheiden werden, die keine Ahnung von dem haben, was sie da tun oder anrichten. Gesteuert und manipuliert von einer Medienindustrie, die an Perversität schlichtweg kaum noch zu überbieten ist. Oh man…

Denn sie wissen nicht, was sie tun!





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  • 1

    Erkennt wer den roten Faden, der sich da durch die gesamte Gesetzgebung zieht? Aber dem Volk muß man auch eins vor den Latz knallen, es gibt sich nicht gerade mündig …

    Oli am 20.07.2006
  • 2

    Zu deiner Frage - ich glaub ich habs da oben 2-3mal genannt, was ich denke. Und ja ich glaube dieser Staat wird an dem Dreigestirn Politik/Medien/Industrie kaputt gehen. Ich würde mich gern vom Gegenteil überzeugen lassen, aber bei dieser gnadenlosen Faulheit zum Denken/Hinterfragen, hege ich wenig Hoffnung.

    Der Großteil dieses Volkes wirkt auf mich wie williges Schlachtvieh.

    Falk am 20.07.2006
  • 3

    Wenn du grade am Kotzen bist, nimm die Gema zu Podcasts noch mit. Dann hasts auf einmal weg fuer heute.

    Korrupt am 20.07.2006
  • Falk am 20.07.2006
  • 5

    Ups :)

    Korrupt am 20.07.2006
  • 6

    Zitat: Klar ist auch, dass private Nutzer in Tauschbörsen nicht das Recht haben, kommerziell vertriebene Musik zum Download anzubieten.

    Da dachte ich schon an Torsten, und siehe da, wenige Absätze später taucht er im Text auf! :D
    Tja Falk, du kannst nicht mal eine komplette Moderation ins Podcast bringen bei den Regelungen. :P

    kamuflaro am 20.07.2006
  • 7

    Wo steht hier was von Torsten? ;)

    Falk am 20.07.2006
  • 8

    Aber klar darf man im Podcast moderieren - sogar über die GEMA-Titel drüber… Wenn man sie dann nach der Hälfte der Zeit geschnitten hat. Oder ähnlich.
    Ansonsten - wer unbedingt sich der GEMA andienen möchte wie der Nachtfunk, bitte. Ich selber habs nicht nötig. (Und halte auch kaum die geforderten 30 Minuten Podcastlänge bei mir im persönlichen Podcast ein. Oder im WK. Labertasche die ich bin könnte ich sogar Falks Duisburg-Session toppen… ;-) )
    Ad Astra

    Prospero am 21.07.2006
  • 9


    kamuflaro am 21.07.2006
  • 10

    Kamu ist grad sprachlos ;)

    Falk am 21.07.2006
  • 11

    Wenn man sie dann nach der Hälfte der Zeit geschnitten hat.

    Genau da scheitere ich auch wieder gedanklich, denn eigentlich sind solche Veränderungen nicht vorgesehen. Denn genau für sowas würden dann nämlich Gebühren bei der GVL fällig. Ergo, alles unausgereift, genauso wie die geplante Novellierung des Urheberrechts. Ich glaub die Politiker sollten mal wen fragen, der Ahnung davon hat. Und dieser dürte aber nicht von der IFPI geschmiert sein.

    Falk am 21.07.2006

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