Tücken von viralem Marketing?

Zumindest wurde jetzt Jeriko von den Universal-Anwälten in Deutschland abgemahnt (Link), weil er einen Song von Trent Reznor gepostet hatte. Dieser war angeblich auf einem USB-Stick, welcher auf einem Konzert von NIN “vergessen” wurde. Man mutmaßt ja, dass dies zu der derzeit laufenden Viralmarketing-Kampagne gehörte, die zum neuen Album “Year Zero” gestartet wurde.

Und was lehrt uns das? Das Universal in Deutschland mal wieder von nichts keine Ahnung hatte (aber davon eine Menge), Anwälte hierzulande reflexartig Kostennoten verteilen und es als Musikfan brandgefährlich ist, sich im Internet als Fan zu outen. Peinlich hierbei wirklich, dass man im Hause Vertigo (Universal) wohl bis gestern tatsächlich nichts von der Marketing-Kampagne des Ausnahme-Künstlers wusste und erst laut.de einen Artikel zu schreiben musste, damit die aus ihrem Koma aufwachen.

Aber wärens nicht die Anwälte gewesen, spätestens die GEMA hätte nen 70-Euro-Vertrag angeboten, wenn sie das bemerkt hätten. Wobei Letzterer ja dann schon ein absolutes Schnäppchen ist.

Ich geh dann mal wieder Headbangen.

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
MySpace Music geht an den Start | Es ist zum Kugeln… | Vielleicht denk ich ja zu einfach | Hier ruckelts grad gewaltig | Band XYZ unterschreibt bei Label ABC… | Nett gemeint…. | Ein Bild… | Was ist nur los… | Nine Inch Nails: Ghost I-IV kreativ visualisieren | Zu kurz gedacht? |

4 Meinungen ↓

#1 Viraler Griff ins Klo at slidetone.blog am 24.02.2007 gegen 14:46

[...] Die Abmahnsumme gegen Christoph von Jeriko One befindet sich im dreistelligen Bereich. Da erscheint die Summe von 70,–, die gerade in der Briefwerbung der GEMA angepriesen wird, ein glattes Schnäppchen zu sein. Das schreibt auch Falk in seinem Beitrag zu den Tücken des viralen Marketings. Inzwischen hat sich auch Don Dahlmann auf abmahnung.blogger.de der Geschichte angenommen und im Kommentar findet sich ein Beitrag der darauf hinweist, das es nicht auszuschließen ist, das Trent Reznor selbst die Songs “geleakt” hätte, wegen denen Universal/Vertigo und in den USA Interscope abmahnt. So entwickelt sich virales Marketing für den Fan zum Griff ins Klo. [...]

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#2 FALK stands for FUCK ART - LETS KILL! » Im Schutz der Dämmerung… am 26.02.2007 gegen 16:40

[...] Da sowas allerdings in Deutschland gern aus Hamburg abgemahnt wird, belass ich es bei einem Link zum Originalfile. [...]

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#3 Die virtuelle Karawane zieht weiter at slidetone.blog am 03.03.2007 gegen 23:03

[...] Ich hab’ mal bei Technorati geschaut was die Blogblase momentan zu NIN+Reznor auswirft und viel spannendes war nicht zu finden. Die Internetkapitäne feierten vor 4 Tagen das virale Marketing (kein Wort zur Abmahnung), der Sc-Fi Blog ngc6544 beschränkte sich vor 8 Tagen auf Reznors Zukunftsversion, ebenso vor 8 Tagen gab’s kritisches zum Thema (inkl. Link zur Abmahnung) bei rue’s headroom. Vor 9 Tagen der Beitrag von Falk, der auf die Tücken des viralen Marketings hinweist und das Schweizer 78’s Blog, das im Abspann zur Schnitzeljagd auch die Abmahnung erwähnt. Kein Vergleich zu dem was sich in den letzten 9 Tagen zu Schlämmer+VW in der Blogblase los war, geschweige denn zu Second+Life… [...]

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#4 FALK stands for FUCK ART - LETS KILL! » Es mutet… am 15.03.2007 gegen 16:43

[...] Also mit Mittwoch war gestern gemeint und was deutschen Fans für Vergnügen damit haben, darüber hatte ich ja schon geschrieben. Also aufgepasst bei der nächsten Viralkampagne eines ausländischen Künstlers, wir hier in Deutschland dürfen da nicht mitmachen. Wäre ja auch noch schöner, wenn ich dann die gefundenen Songs einfach so posten könnte. Nein nein, das geht mal ganz und gar nicht, damit könnte man ja Werbung machen. [...]

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