[S.I.T.D]

Falk: Für all unsere Hörer, die euch nicht kennen: Seit wann gibt es euch und wie kommt es zu eurer Namensgebung?

Carsten: Ja also die Band wurde im Jahre 1996 gegründet. Damals habe ich mit einem alten Schulkollegen namens Thorsten Nauer angefangen, Musik zu machen unter dem Namen “Shadows In The Dark”. Der Name sorgte damals für Irritationen, daß er häufig mit Gothic Rock und solchen Sachen assoziiert wurde. 1999 ist Tom eingestiegen, nachdem Thorsten aus familiären Gründen aufgehört hat mit der Musik. Seitdem nennen wir uns halt [:SITD:], und seitdem nahm die Geschichte ihren Lauf.

Falk: Wie bezeichnet ihr selbst den Musikstil von euch?

Carsten: Es liegt uns fern, unsere Musik in Schubladen zu klassifizieren. Ich würde unsere Musik als Electro definieren.

Falk: Welche Bands sind eure größte Inspirationsquelle und haben euch maßgeblich beeinflußt?

Carsten: Wir sind in den 80er Jahren großgeworden mit Bands wie Depeche Mode, mit Kraftwerk, mit Ultravox, mit Alphaville, mit OMD. Darüber hinaus wächst man halt mit der Musik, die man hört. Wir sind stets bemüht, eine eigene Identität irgendwie aufzubauen mit unserer Musik, und ich denke, uns ist das in den letzten Jahren gelungen, aber wir sind Kinder der 80er und sind halt mit Bands wie Depeche Mode und Alphaville und OMD und Ultravox und solchen Bands großgeworden.

Falk: Ihr habt jetzt ziemlich großen Erfolg, eure Songs und eure Alben schaffen es auch immer wieder, in die DAC´s sehr hoch einzusteigen bzw. auch auf Platz 1. Wie schätzt ihr eigentlich das Feedback eurer Hörer ein bzw. den Erfolg selber?

Carsten: Oh, schwierige Frage. Wir sind eigentlich sehr überrascht gewesen, wie “Snuff Machinery” schon eingeschlagen hat in den Charts. Daß danach “Laughingstock” und dann das Album gefolgt sind, können wir eigentlich irgendwie - wir können eigentlich relativ wenig dazu sagen. Die Musik, die wir machen, kommt von Herzen. Wir machen seit 1996 Musik, und wir geben unser ganzes Herzblut und alles was wir haben in die Musik rein, und daß es erfolgreich ist, freut uns tierisch, aber ein Erfolgsrezept dafür haben wir auch nicht, es kommt alles von innen, und wir freuen uns tierisch darüber, klar.

Falk: War es eigentlich schwierig, nach dem Erfolg gerade von “Snuff Machinery” nicht in Versuchung zu geraten, Songs dann einfach nach demselben Rezept zu stricken und damit dem Druck der Fans stattzugeben?

Carsten: Wir lieben viel zu sehr elektronische Musik, als daß wir uns in ein bestimmtes Konzept pressen lassen würden. Natürlich gibt es einen Druck, daß Leute bestimmte Songs und bestimmte Stilrichtungen erwarten. Aber ich denke, wenn du dir das Album anhörst, das reicht von “2nd Death”, von Industrial über “Rose-coloured Skies” und “Venom”, wo Leute vielleicht sagen würden, wir empfinden es nicht so, daß es Future-Pop wäre. Grundsätzlich sagen wir, es ist halt Electro, und wir machen halt einfach das, was von uns von innen herauskommt, und wir machen uns auch gar nicht so viele Gedanken, was von außen reinkommt. Vor allem haben wir auch, was jetzt so in den letzten ein-zwei Jahren passiert ist, wenig Zeit gehabt, darüber irgendwie nachzudenken, weil wir haben so viele Remixe gemacht, so viele Live-Konzerte gemacht, als daß wir uns darüber den Kopf zerbrechen könnten, daß wir irgendwelchen Erwartungen irgendwie gerecht werden.

Falk: O.k., da wir gerade bei den Songs sind: Wie geht ihr eigentlich an die Songs heran? Bastelt ihr auch an der Musik oder gibt es da eine strenge Arbeitsteilung? Weil gerade auf dem letzten Album gibt´s ja mit “Venom” einen eher untypischen Song, bei dem Tom auch den Gesangspart übernommen hat.

Carsten: Also, das ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich schreibe ich die Texte und zeichne mich für den Gesang und die Gesangsmelodien verantwortlich, während Tom die Musik schreibt, aber das sind zwei Gebiete, die eng im Zusammenhang miteinander stehen und jeder hat Einfluß auf die Arbeit des anderen, und “Venom” ist ein sehr sehr spezieller Song, der uns persönlich halt sehr sehr bewegt hat, und aufgrund des Inhalts von “Venom” hat dieser Song halt zu Gebote gestanden, irgendwie eine andere Vorgehensweise zu wählen als bei den anderen Songs, weil es halt wirklich ein sehr sehr persönliches Thema ist, das Thema ist halt Verlust, möglicherweise daß man einen Menschen durch Tod verliert oder daß man einen Menschen durch eine unglückliche Beziehung verliert. Im Prinzip sind ja Texte von [:SITD:] teilweise sehr sozialkritisch und haben einen sehr politischen oder gesellschaftskritischen Charakter. Allein von daher, daß dieser Song sehr sehr persönlich ist, ist er auch musikalisch ganz anders ausgefallen.

Falk: Weil wir gerade dabei sind, eure Songs befassen sich ja sehr häufig mit so genannten Tabuthemen, Amoklauf von Littleton, Nationalsozialismus oder Verbrechen, wie nicht zuletzt “Snuff” als Voyeurismus an Gewalt und Tod. Ist das eigentlich euer Beitrag, die Gesellschaft jetzt aus ihrem Schlaf oder aus ihrer Lethargie zu reißen?

Carsten: Es wäre schön, wenn wir das könnten. Ich meine, wir sind keine Träumer, wir sind eine kleine Underground-Band, aber ich denke, es ist wichtig, Gedankenanstösse zu geben, die Finger in die Wunden zu legen von Dingen die uns stören, wo wir halt einfach sehen, es müßte sich irgendwas ändern. Ob wir´s ändern können, ist eine andere Frage, aber zumindest sollte man Gedankenanstösse geben und versuchen, Dinge zu verändern, und wenn Leute einen Song von uns in der Disco hören, drüber nachdenken und sich dann vielleicht mit der Band [:SITD:] beschäftigen, ein Interview lesen und vielleicht unsere Interpretationsansätze lesen und hören, dann kann man vielleicht ein kleines bißchen was verändern, und wichtig ist halt, daß jeder bei sich selbst anfängt, was zu verändern, und das liegt uns halt sehr sehr am Herzen.

Falk: Seht ihr es eigentlich so, daß eine Band dann auch einen politischen Standpunkt beziehen müßte oder lehnt ihr das eher ab?

Carsten: Also ich denke, daß [:SITD:] sehr sehr politisch ist, aber uns liegt es sehr sehr fern, den Oberlehrer zu spielen und Leuten irgendwie vorzuschreiben, was sie zu denken und zu wählen haben. Jeder sollte sich Gedanken machen, was in der heutigen Welt passiert. Es reicht, den Fernsehapparat einzuschalten und zu sehen, was alltäglich los ist, und jeder kann sich darüber Gedanken machen. Und diese gottverdammte Lethargie, das liegt uns halt am Herzen, dieses Wegschauen. Ob es der Obdachlose ist, der im Straßengraben liegt, ob man da wegschaut, ob es das mishandelte Kind in der Nachbarwohnung ist, das jeden Tag schreit; es gibt so viele Dinge, wo man im kleinen Alltag anfangen kann. Insofern ist [:SITD:] eine sehr politische Band, aber wir wollen nicht den Oberpolitiker spielen und Leute belehren. Aber wir möchten gerne mit unseren Texten die Finger in die Wunden der Gesellschaft legen und wir würden uns freuen, wenn so mancher aufwachen würde.

Falk: Ich denke schon, das wird euch auch gelingen, weil der Erfolg gibt euch auch unmittelbar recht, und ich denke auch, daß viele Hörer das ganz einfach damit auch rechtfertigen, was ihr da macht.
Wie kommen eigentlich die Remixe oder die Zusammenarbeit mit anderen Bands zustande? Wird das von eurem Label organisiert oder wie entsteht sowas?

Carsten: Also wir sind sehr sehr viel unterwegs (ich werde gerade gestreichelt von meinem Liebling Frank D´Angelo hier ;o) ), ähm, wir sind sehr sehr viel unterwegs und wir geben sehr sehr viele Konzerte, und das ergibt sich so. Es gibt glaube ich keinen Remix, den wir gemacht haben, mit irgendwelchen Bands wo wir überhaupt nichts mit zu tun haben. Wenn ich jetzt mal zurückdenke, das letzte was wir gemacht haben war Absurd Minds, da ist Frank, unser Genius, als Keyboarder bei unseren Live-Performances, wir werden in Zukunft für Plastic einen Remix machen, ansonsten: Alles, was wir an Remixes gemacht haben, ist alles für Bands, wo wir schon zusammen mit gearbeitet haben oder live zusammen aufgetreten sind. Es kommt also nicht vom Label, es kommt halt vom ständigen Touren und ständigen Konzerte geben.

Falk: Da du gerade von Auftritten sprachst, ich denke mal, einer der Höhepunkte in diesem Jahr war ja auch das M´Era Luna-Festival. Wie hast du denn persönlich diesen Auftritt erlebt?

Carsten: Also für uns war es wirklich der absolute Hammer. Als wir da angekommen sind, waren wir erstmal, wie soll ich sagen, angenehm überrascht, daß so viele Leute sich da in dem Hangar eingefunden haben, das waren - ich weiß nicht wie viele tausend Leute es halt waren. Das hat uns am Anfang ein bißchen Angst gemacht, wir waren sehr sehr nervös. Dann haben wir gesehen, wie Colony 5 den ganzen Hangar irgendwie gerockt hat, und tja, wir haben uns einfach dieser Menge und diesen Menschenmassen ergeben, haben unser Intro gespielt, dann kam “Laughingstock”, die Leute haben gejubelt wie Hölle, und was danach gefolgt ist, es war 45 Minuten Party, die Leute haben bis zum Ende der Halle gefeiert. Es war ein so supergeiles Gefühl, und für uns mit Abstand, vielleicht mit dem Infest in England zusammen, das beste Konzert, was wir gegeben haben.

Falk: Ja man merkt das auch an dem Interview, daß wir alle Spaß dabei haben, (…) , macht auch immer mehr Spaß. Ich wollte nur sagen, wir dehnen es auch gar nicht mehr so lange aus…

Carsten: Falk muß sagen, daß wir hier illegal auf einem Parkplatz stehen, daß uns die Securityleute hier arg bedrängen, daß wir das Interview eigentlich gar nicht führen dürfen…

Falk: Da seht ihr mal so, was wir hier für Schwierigkeiten haben!
Mit was darf man denn in Zukunft rechnen von [:SITD:] und welche Pläne oder Projekte gibt es, über die du schon sprechen darfst?

Carsten: Also wir dürfen über alles sprechen. Also wir haben unser Album gerade erstmal rausgebracht, wir sind sehr sehr froh, daß das Album so positiv läuft und großen Erfolg hat in den DAC´s, vor allem bei unseren Fans so supergut ankommt. Als nächstes stehen halt Remix-Projekte für Absurd Minds, für Pride And Fall, für Plastic und vielen anderen Bands an und wir hoffen, in Absprache mit unserem Label, daß wir Anfang nächsten Jahres noch eine weitere EP oder Maxi-Single auf den Markt bringen, und insbesondere unsere Live-Aktivitäten werden bis Mitte 2004 auf dem Plan stehen, so werden wir zum Beispiel am 25. und 26.12. auf den Darkstorm-Festivals in Berlin und Dresden spielen, am 27.12. spielen wir auf dem Schattenreich-Festival in Oberhausen, was von Onyx und der Fernsehsendung Schattenreich gesponsort wird. Also, wir haben unheimlich viele Live-Aktivitäten und hoffen jetzt halt, mit der Maxi-Single oder EP, die voraussichtlich Anfang nächsten Jahres erscheint, an den Sachen anknüpfen zu können, wo wir jetzt aufgehört haben.

Falk: Wir als kleines Internetradio haben euch ja so ziemlich von Anfang an verfolgt, also seit unserer Entstehung, was ihr auch mitbekommen habt. Frage in Bezug auf´s Internet: Seht ihr in den mp3-Downloads eher eine Chance oder eher eine Gefahr für die Bands oder Künstler, und was haltet ihr von Internetradios im speziellen?

(aus dem Hintergrund: “Gefahr!”)

Carsten: Ähm, Matthes, sag du doch mal was

Matthes: Ich bin da - also, das ist zweischneidig. Der Ursprung des mp3-Downloads war ja einfach um mal in was reinzuhören. Anstatt in so `nen Saturn zu gehen und sich da hinzustellen, konnte man halt über´s Internet da mal reinhören und sich dann für den Kauf einer Platte entscheiden oder auch nicht. Aber mittlerweile wird´s ja einfach nur genutzt, um Platten runterzuziehen, komplett, und uns natürlich irgendwo damit zu schädigen. Ich meine, ich freue mich über jeden, der unsere Musik dadurch mehr hört und auf die Konzerte dann kommt und mit uns feiert, aber das Problem ist halt dadran, daß auch wir irgendwo, wie jeder der arbeitet, auch wir arbeiten an unseren Platten, und es ist harte Arbeit, und wir müssen irgendwo dafür auch bezahlt werden, das muß man ganz klar sagen. Und wenn man jetzt heute mal rechnet, daß sag ich mal wenn eine Platte rauskommt, zwei Drittel die Platte eigentlich sich aus dem Internet zieht oder sich brennt, und das sind einfach Zahlen, die sprechen einfach für sich, und das ist schon ein Unterschied, ob du 5000 Platten verkaufst oder eigentlich 15000 verkaufen könntest, und das wirkt sich natürlich in Zukunft auf viele Faktoren aus: Einmal auf die Preise natürlich, was hinterher so `ne CD irgendwann mal kostet, das wird bald unerschwinglich sein. Dann wirkt sich das natürlich eventuell auch auf solche Sachen drauf aus wie Artwork oder sonst irgendwas, was dann irgendwann vielleicht mal zurückstehen muß, weil ein Label dann sagt, ja eure Platte ist supergeil und die steht auch auf 1 in den Charts, aber keiner kauft sie. Das ist so wie wenn du das tollste Auto baust und es steht nur im Laden und keiner kauft es. Das kann dreimal das tollste Auto sein, aber du kommst nicht wieder an das Geld dran und dann ist die Firma pleite. Und genauso kann auch in der Musikbranche `ne Band pleite gehen, und das ist gerade jetzt bei unseren kleinen Bands, sei es jetzt bei meinem eigenen Projekt Plastic oder bei [:SITD:] oder meinetwegen auch Covenant oder sonstwelchen größeren, die meinetwegen Umsatzzahlen haben, die schon richtig hoch sind, das ist dasselbe, weil irgendwann kommt dann nichts mehr rein und nach und nach werden die Leute verschwinden, weil sie es sich nicht mehr leisten können, und dementsprechend muß natürlich, von meiner Sicht jetzt aus, jeder Fan selber entscheiden, wie er damit umgeht, weil es ist - einer sagt immer: Ja, ich mach´s ja nur, der nächste sagt: Ich mach´s ja nur, und demnächst kauft keiner mehr die Platten und das Ding wird einfach nur noch gebrannt, und es werden dann keine Platten irgendwann mehr kommen, das ist einfach das Problem. Das ist ein Riesenrattenschwanz, der sich hinterherzieht.

Carsten: Also, sowohl Plastic als auch wir sind natürlich bei einem kleinen Label, Accession. Sowohl die Bands als auch Accession tun alles und geben alles irgendwie mit Herzblut, aber man muß sich mal hochrechnen, was auf so eine Produktion irgendwie kommt: Es sind eigene Equipement-Kosten, es sind Studiokosten, es sind Photokosten für Photosessions, es sind Werbekosten und so weiter und so fort, und wir reden jetzt nicht über eine Band wie Wolfsheim, ist vielleicht ein Fehler, daß ich das sage, Wolfsheim ist eine sehr sehr gute Band, reden wir mal lieber über Britney Spears oder andere Bands, die halt die ganze Commercial-Ecke hinter sich haben, Wolfsheim hat´s auch wirklich verdient, aber es ist halt kleines Geld hinter solchen Bands wie [:SITD:] und Plastic, und es ist dann natürlich sehr sehr problematisch, wenn im Vorfeld Bonustracks, die gar nicht auf dem Album erscheinen sollen, schon drei Wochen vor Release im Internet halt gezogen werden, und wenn halt Künstler und auch das Plattenlabel um solche Einnahmen geprellt werden, weil - es läuft wirklich, es ist wirklich so, daß es in so kleinem Masse läuft, daß wir wirklich alles, alles was wir an Geld haben, in die Musik reinstecken, und gerade an Equipement, wenn man sich als Newcomerband verbessern will, das bekommst du an Platteneinnahmen bei Gott wirklich nicht rein…

Matthes: … man kann ja mal `ne Summe sagen, was so eine Single kostet zum Beispiel, `ne Single kostet in der Produktion rund viereinhalb bis fünftausend Euro, da hast du aber nur das ganz grobe Werbemaß drin, da hast du eine Anzeige in der Sonic, in der Zillo oder in anderen Printmedien, und du hast `ne ganz einfache Single, da sind noch gar nicht weitere Kosten mit drin, das sind einfach nur die Preßkosten, bis die CD im Laden steht. So, und jetzt mußt du mal rechnen, was man so da verdient, na gut, über Tantiemen muß man nicht sprechen, es ist aber auf jeden Fall nicht soviel, daß man sagen kann, o.k., ich kauf mir `ne goldene Badewanne oder so. Diese Kosten müssen erstmal wieder eingespielt werden, und das schaffst du nicht mit Verkäufen von 1500 Platten, da müssen also schon wesentlich mehr kommen, damit du immer wieder neue Sachen dem Publikum bieten kannst. Ich meine, wenn die Leute es doch so sehr schätzen und unsere Musik so sehr mögen, sollen sie uns auch ein bißchen unterstützen. Ich hab nichts dagegen, wenn sich mal einer so ein Ding brennt, und ich weiß ganz genau, auch Bekannte von mir, die haben halt nicht so die Kohle und die brennen sich das Ding halt, aber irgendwo sollte man doch so seine Band, die man gerne mag, unterstützen, so ein bißchen, weil wir tun ja auch was für die.

Carsten: Ich denke, um die 10 - 12 Headliner in dieser Szene muß sich keiner Sorgen machen, aber die kleinen Bands, wie wir es halt sind, und vielleicht hunderte von Lieblingsbands, die auf dem Niveau von Plastic und [:SITD:] sind, die wird´s vielleicht in vier oder fünf Jahren nicht geben, wenn das alles so weitergeht und wenn da halt nicht mal irgendetwas passiert, weil die Bands gehen wirklich kaputt, und dann wird es wirklich nur noch big commercial geben und es wird halt keinen Underground mehr geben, und das sollen die Leute sich überlegen, und mit dieser gottverdammten Brennerei geht da wirklich alles kaputt und es würde mich freuen, wenn vielleicht mal der eine oder andere das zur Kenntnis nimmt und sich das vielleicht mal alles so überlegt.

Falk: Also ich denke, dieses Statement können wir als Internetradio, was eigentlich auch für die Bands da ist, um da ein klein wenig Promotion oder Werbearbeit zu leisten und zu unterstützen. Ich würde sagen, ich bedanke mich jetzt schonmal an der Stelle für das Interview, wünsche euch einen Superauftritt jetzt hier in Hanau, und ich würde sagen, die letzten Worte gehören dann ganz einfach der Band. Ein paar Worte noch an unsere Hörer?

Matthes: Kurz wollte ich noch was sagen: Ich würd gern den Tom grüßen an dieser Stelle: Tom, Hinkebein, das wird schon alles wieder, ich werd dich würdigst vertreten und werd alles geben und keine Schande über dich kommen lassen. Jetzt bist du dran, Carsten.

Carsten: Ja, meine Grüsse gehen natürlich auch an Tom, der in Gelsenkirchen zu Hause ausharrt, und das ist das erste Konzert halt für uns ohne Tom, der sich ja einen Mittelfußbruch zugezogen hat, wir hoffen, ihn würdig zu vertreten. Ich möchte mich ganz ganz herzlich bei den DAO meladicta.com-Charts-Hörern bedanken, die “Laughingstock” seit 10 oder 11 Wochen die Treue gehalten haben und jetzt auch fleißig für “Rose-coloured Skies” gevotet haben. Es ist Wahnsinn. Wir verfolgen das, wir sind wirklich begeistert und wir finden´s auch klasse, was Falk mit diesem Radiosender auf die Beine gestellt hat und wir wünschen euch viel Spaß weiter damit. Ciao!

http://www.sitd.de

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Wasserzeichen | Zu kurz gedacht? | Das Jahr, als die Musikindustrie starb | Doing a Radiohead | Berufsverbot? | Verdammt | Alles nur noch schnell… | Trent Reznor macht Ernst | MySpace Music geht an den Start | Warnung: Diese Webseite gefährdet ihren schlechten Musikgeschmack |

Sitemap