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Pro und Kontra Tauschbörsen…

» Abgelegt von Falk am 14.01.2006 16:20 unter: Sonstiges, Management, darkerradio |

Heute gefunden, eine kleine Umfrage bei Ultra Dark Radio zum Thema Tauschbörsen. Ist ja ein immer wieder kontrovers ausdiskutiertes Thema und bisher hab ich eigentlich nur im kleinen Kreis dazu meine Meinung geäußert. Nun aber doch auch mal öffentlich und daher dann auch hier (es kann gern diskutiert werden - dafür gibts die Kommentare)

Geiles Pro-und-Kontra-Thema, denn dies kann man nicht mal so eben mit ja oder nein, dafür oder dagegen beantworten.

Ich hab aber mal bei der Umfrage auch für ja gestimmt, da man einfach mal die Technik weder aufhalten, noch die Menschen ändern kann. Tauschbörsen sind ja nichts Neues und die Möglichkeit Dateien und Dokumente über ein weltweites Netz auszutauschen, ist nunmal genauso alt, wie das Netz selbst (denn es ist der Sinn dessen *gg*). Es wurde eben dann mit dem Auftauchen von edonkey, kaazaa und wie sie alle heissen, für den “normalen” User sehr einfach, es dann auch zu tun (das Usenet ist demgegenüber viel viel besser, aber nicht so benutzerfreundlich gewesen).

Es entwickelte sich also damit auch eine Kultur des Musiktauschens, wie es sie schon immer gab, diesmal aber global und diesmal eben verlustfrei. Und an diesem Punkt scheiterte dann die Musikindustrie kläglich - denn sie hat es konsequent geschafft, der Politik und dem Volk einzureden, das dies an deren angeblichen Umsatzrückgang schuld wäre. Moment - Umsatzrückgang? Ganz im Gegenteil, die MI hat selbst in Jahren des allgemeinen Wirtschaftsrückgangs weiterhin steigende Umsätze gehabt. Nur eben keine Gewinnsteigerungen mehr. Dies dann als Anlass zu nehmen, einen Generalverdacht an die eigenen Kunde auszusprechen, ist definitiv der falsche Weg gewesen …

Auf der anderen Seite der so geprügelte Kunde, der dann sagt: “Hey. also wisst ihr, ihr veröffentlicht hier nur noch mittelmäßigen Schrott und den soll ich kaufen? Nicht mit mir ihr feinen Herren der MI, dann erst recht!”

Und schwupps hatten wir die Situation, wie wir sie jetzt vorfinden. Es entstand eine Spirale (ja so entstehen Kriege und als nichts anderen kann man das in dem Zusammenhang ansehen) bei der es einfach mal keinen Gewinner geben kann. Weder die MI noch der Kunde, beide haben das Vertrauen und den Glauben in den jeweils anderen verloren … Das nun der Gesetzgeber sich auf die Seite der Rechteverwirker (kleines Wortspiel) stellt, ist IMHO sehr bedenklich und verstösst grenzwertig in meinen Augen sogar gegen bestehende Gesetze … aber ich schweife ab…

Andererseits haben nämlich genau diese Plattformen mit kostenlosen Musikangeboten auch unbekannten Bands - die aus wirtschaftlichen Gründen oftmals keine großartige Werbung machen können, eventuell etwas abseits des Mainstream musikalisch aktiv sind oder eben noch keine breite Fanbase haben - die Möglichkeit gegeben, ihre Musik einem Millionenpublikum zu präsentieren und so schaffen sich diese damit viele Möglichkeiten für die Zukunft.(*)

Um es aber abschliessend noch zu sagen, ich finde es allerdings genauso bedenklich, das man Promos, die an Magazine, Radios etc. verschickt wurden, dann kurze Zeit später ungefragt in Tauschbörsen zu finden sind. Da nehmen sich einige wenige einfach mal zuviel Rechte raus und diese sind in meinen Augen keinen Dreck besser, als die vielgescholtene Musikindustrie …

(*) Wie erklärt man sich sonst zum Beispiel die Anzahl von knapp 10.000 Downloads im zweiten Halbjahr 2005 der völlig unbekannten Band All:My:Faults auf www.download.com?





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