Unabhängig, Unsachlich, Unspektakulär…Unmöglich!?

F.A.L.K. stands for FUCK ART - LETS KILL!


Grad aufgefallen

» Abgelegt von Falk am 10.08.2006 14:55 unter: Kommerz, darkerradio |

Grad ist mir aufgefallen, dass ich mittlerweile Bands schon danach bewerte, wie sie im Internet auftreten. Und obs dort Downloads gibt oder nicht. Aktuelles Negativbeispiel sind Camouflage. Es gab Zeiten da mochte ich die Band. Und eigentlich mag ich die Band auch immer noch. Aber das man mir eine verkrüppelte Promo-CD (es wurde in die Songs reingesprochen) schickt und das es auf ihrer Homepage nicht einen(!) Download gibt, sondern nur irgendwelchen dreckigen Real-Media-Kram, lies mich eben innehalten.

Naja, man hats wohl scheinbar nicht nötig, aber genausowenig hab ich es dann nötig, die Band ins Radioprogramm aufzunehmen oder eine News zu schreiben. Fair use? Fehlanzeige…





7
  • 1

    Hmmm,

    was mich interessieren würde(als Laie) währe folgendes:

    Annahme: jeder Musiker ernsthafte Musiker will von seiner Musik soviel Kohle verdienen, damit alle Rechnungen bezahlt sind.(mir ist klar das die allerwenigsten das schaffen)

    Die meisten Berufsmusiker arbeiten nach dem Motto:
    Blos nichts verschenken, kein Album, keine poplige MP3 usw. und drauf bauen, dass sie ihre (Urheber)Rechte so weit ausquetschen, dass sie mit CDs maximale Kohle einstreichen(Label tut sein Übriges).

    Auf der anderen seite sind, fast ausschließlich Amateure, die auf Songs/Alben/MP3 einfach CC-Lizenz draufkleben und ins Netz stellen und das Beste hoffen oder garnicht erst die Intention haben Berufsmusiker zu werden.

    Interessant währe doch doch folgender Ansatz:

    Nehmen wir einen Musiker der mit seiner neuen Scheibe das Potential hätte 10.000 CDs zu verkaufen und sich denkt: “drauf geschissen und die Kosten fürs Tonstudio gehen auch flöten, lieber damit rechnen, dass sich 500.000 Leute die Scheibe downloaden”. Natürlich müsste das Label die Kosten vorstrecken.
    Das Ergebnis: Anstatt 100 Leute pro Konzert bei der nächsten Tour kommen 500. D.H. 400 Konzerttickets mehr plus Merchandise da der Verbreitungsgrad sich erhöht.
    Unter Umständen bringt diese positive Publicity und das Fehler von Fandrangsalierungen”Ihr seid Verbrecher”, unter Umständen wirft das sogar unterm Strich mehr Kohle ab. Imho interessantes Gedankenspiel.

    So eine Flexibilität erwarte ich nicht bei den Multis aber, nennt mich Naiv, eigtl. erwarte ich schon seit 2-3 Jahren, dass zumindest ein mittelgroßes Label, wie meinetwegen Drakkar, F.a.m.e oder Gunrekords dieses Geschäftsmodel zumindest bei einem Newcommer erprobt oder habe ich da was verpasst?

    Yerodin am 11.08.2006
  • 2

    Muss ich da noch drauf antworten? Keine Band, nicht eine verliert Geld wegen kostenloser Downloads. Ganz im Gegenteil. Und sobald man damit beginnen würde, eben dieses Fair-Use wirklich zu leben, dann klappts auch wieder mit der Musikbranche. Aber auf mich hört ja keiner. Dafür halten die “falschen” Leute die Zügel in der Hand, auch bei den sogenannten Indies.

    Falk am 11.08.2006
  • 3

    Falk:

    also das ist zumindest mir klar:

    Die von mir aufgezählten Labels sind sicher nicht “Indie” oder sonstwas. Denke eher das die ganz oben im Tümpel der zweiten Reihe schwimmen hinter den großen 3 Multis in Deutschland. Aber trotzdem soviel Mut hätte ich wie gesagt von den denen schon erwartet, dass sie mit alternativen Modellen was versuchen, zumindest Probeweise bei 2-3 Newcommerbands aber warscheinlich bin ich heute wirklich zu positiv eingestellt.

    Yerodin am 11.08.2006
  • 4

    Woher wollens denn den Mut nehmen? Den lernt man nunmal nicht in der Schule. Und einfach mal ausprobieren ist im Zweifel eben auch nicht, weils halt doch ein großes Risiko darstellt. Leisten könnten es sich wenn, dann wirklich nur die Globalplayer, die genug “Kleingeld” in der Kasse haben. Aber ich komm grad nicht drauf - es gab ein Beispiel einer sehr bekannten Künstlerin, die mehr CDs verkauft hat, weil sie ihre Musik verschenkte. Wenns mir wieder einfällt, dann text ich das mal hier rein.

    Falk am 11.08.2006
  • 5

    Ah und heute hab ich erst gelesen, das wohl die Sportfreunde Stiller *den* Downloadsong schlechthin hatten und das, obwohl die den ne zeitlang verschenkt haben. Lass mich Lügen machen, aber die Pressemitteilung sprach von 170.000 Downloads (bezahlte wohl) des WM-Songs.

    Falk am 11.08.2006
  • 6

    Ich habe, glaube ich, wirklich zu wenig.
    Wieviel Geld mag dieses Wagnis kosten?
    Ein paar Tausend Euro fürs Tonstudio, Vorkasse damit die Band nicht in einer Mülltonne hausen muss, Promokosten. Dann bietet man die neue Scheibe zum Download an inklusive ein paar MB Merch-Werbung und evtl. den Tourneedaten.
    Für dieses Experiment müsste man auf ein paar “Raubkopierer sind Verbrecher”-Spots verzichten ;)
    Wieviel mag das kosten?

    Yerodin am 11.08.2006
  • 7

    Schwer zu sagen, hab ich persönlich noch nie durchkalkuliert, da ich nicht in der Position bin, dies so zu machen ;)

    Falk am 11.08.2006

Support CC - 2007

Sitemap