Unabhängig, Unsachlich, Unspektakulär…Unmöglich!?

F.A.L.K. stands for FUCK ART - LETS KILL!


Glaubwürdigkeitsdebatten

» Abgelegt von Falk am 13.07.2006 15:12 unter: Kommerz, Management, darkerradio |

Wie man beim Nachbarn lesen kann, nun wohl auch bei den Podcastern. Hab da ja die Tage schon mal kurz gesagt, dass ich dieses Geschwurbsel schlichtweg nervig finde. Und blödsinnig obendrein.

Oder zwingt hier irgendwer irgendwen Inhalte zu konsumieren? Irgendwie stell ich wiedermal mit Erschrecken fest, das wohl die Verbraucher hierzulande doch nicht mündig genug sind, selbst zu entscheiden. Und man daher ständig irgendwelche Gesetze bauen muss. Nichts gegen Verbraucherschutz - aber man kann alles übertreiben. Und hier wird übertrieben - und zwar maßlos.

Und weils gut passt, mal ein Statement, was wir letztens bei darkerradio in Richtung Hörer/Leser abgegeben haben. Und da könnte man uns nämlich ne Menge Vorwürfe drauss machen, denn auf der Webseite steht zum Beispiel “Ausserdem gibt es nach wie vor keine Spotwerbung…” und wir propagieren ständig unsere Unabhängigkeit von der Industrie. Und machen dann doch Werbung für Selbige. Widerspruch?

Genauso sind wir mittlerweile der Meinung, das wir Euch - unabhängig vom Programm - auf unserer Webseite auch Links und Hinweise auf kommerzielle Angebote verstärkt anbieten werden. Was uns allerdings da sehr wichtig ist, das dies auch entsprechend gekennzeichnet wird. Und haben dies schonmal in den News bei einem - unserer Meinung nach äußerst interessanten - Liveevent ausprobiert. Vielleicht schaut ihr Euch das mal an.

Denn man muss dazu sagen, das wir dort mitverdienen werden. Um unsere Südseeinsel endlich bezahlen zu können…oder, wers realistisch sieht, einfach die immensen Kosten ein klein wenig mit Eurer Hilfe etwas zu senken. Sollten wir damit richtig reich werden, dann gibt’s einen Fond für Künstler - aber davon sind wir wohl noch Lichtjahre entfernt. Denn bisher ist es eine Tatsache, dass das gesamte Team sich seine Freiheit eine Menge Geld monatlich kosten lässt. Für Euch aber auch für die Künstler, die wir präsentieren.

Aber das bisschen Spass beiseite - wir empfinden es als unsere Pflicht Euch gegenüber, solche Angebot als das zu kennzeichnen, was sie sind - nämlich eine Möglichkeit Geld loszuwerden und uns damit so ein kleines kleines bisschen zu unterstützen. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Allerdings wird dies weder Einfluss auf die redaktionelle Arbeit noch auf die Sendungen haben. Da stehen wir mit unserem Wort zu.

Meine Fresse - lasst die Leute doch Werbung machen. Wegen mir auch welche, die bezahlt wird. Am Ende entscheidet das der Markt, ob das okay ist oder nicht. Und nicht irgendwelche strunzdämlichen selbsternannten Blogwächter.





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  • 1

    Aus der Südseeinsel wird so schnell nix, da müssten wir vorher mehr GEMA zahlen. *g*
    mal um mißverständnisse auszuräumen, wir bekommen einen Anteil, wenn wer über den Link eine Karte bestellt? Das bedeutet es, wenn da das Partner Icon steht?

    kamuflaro am 13.07.2006
  • 2

    Wenn der Inhalt stimmt, wie z.B. beim Schockwellenreiter, dann stört mich auch die Werbung nicht, die sich dort noch arg in Grenzen hält. Ist also wie immer eines Sache des Verhältnisses.

    -massive Werbung und klasse Inhalt, finde ich scheiße, will ichs doch nur allzu gerne lesen ;)
    -massive Werbung und wenig bis null Inhalt, der Regelfall, schwamm drüber :D

    Wir sind bei uns gegen jegliche Werbung. Warum - Prinzipien halt, man kann es anderen aus diesen und jenen Gründen anraten, aber zwingen oder ächten? Bullshit!

    Oli am 13.07.2006
  • 3

    Ja - solche Prinzipien sinds halt auch, die wir derzeit da aufweichen. Ich war da anfangs auch zögerlicher. Da griff wohl diese Inhalte-Argumentation. Jetzt bin ich eben der Meinung, das wir genügend Inhalte schaffen, um uns dies leisten zu dürfen. Allerdings seh ich das nicht als Kriterium an - selbst wenn keine Inhalte geboten werden oder gekaufte Inhalte, dann reguliert sich das von ganz allein. Auch ohne Hilfssherrifs.

    @ Kamu: Eindeutige Antwort - ja, wir verdienen bei darkerradio an den Links zu Amazon oder Eventim mit, wenn dort wer bestellt.

    Falk am 13.07.2006
  • 4

    Ich steh für freie Inhalte, bevorzuge diese auch, da ist es wohl nur konsequent wenn ich/wir diese auch frei feil bieten ;)

    Oli am 13.07.2006
  • 5

    Ja nun, das ist dann ja auch noch mal ein ganz anderer Aspekt. Wir bieten unsere Inhalte ja trotzdem für jedermann frei zugänglich. Wir hatten da auch schon Diskussion zu begrenzten Member-Areas und ähnlichem. Da werd ich wohl auch so schnell kein Freund werden. Es geht halt um das Einbringen von werbenden Inhalten (Linksetzung auf kommerzielle Angebote im eigenen Content) und wie man dies am freundlichsten gestaltet. Daher klare Kennzeichnung bei darkerradio.

    Wers nicht kennzeichnet hat aus meiner Sicht dazu aber auch erstmal keine Verpflichtung. Denn wenns eben so eingebaut wurde, das man es *nicht* sieht, dann wird man sich beim nächsten Link auf dieser Seite eben 3mal überlegen, ob man dem folgt. Tut man es dann trotz besserem Wissen - dann nenn ich das dämlich.

    Falk am 13.07.2006
  • 6

    Die Debatte in der Blogosphaere laeuft meines Wissens nach aber auch vor allem wegen der wirklich nicht mehr erkennbaren Werbung via schlichtem bezahlten Erwaehnen.
    heise.de/tp/r4/...23/23016/1.html zeigt da recht gut, wo die Reise hingehen koennte, und das find ich dann schon gruselig.

    Korrupt am 13.07.2006
  • 7

    Ja nun - sicher hat das einen faden Beigeschmack. Aber wie ich schon sagte, man merkts und zieht für sich selbst die Konsequenzen. Denn was mach ich hier? Ich schreib (ohne monetäres Interesse) über Dinge, die vielleicht mal meinen Lebensunterhalt sichern. Weil ich sie cool finde. Soll ich nun jedesmal “Werbung” drüber packen, nur weil ich von der neuen Scheibe einer meiner Bands berichte?

    Und bitteschön - wieso muss man bei privaten Blogs die selben hohen journalistischen Ansprüche stellen, wie an Journalisten oder Magazine? Das geht mir nicht in den Kopf. Hier überleg ich nicht minutenlang, bevor ich was schreibe, sondern ich rotz es raus. Drüben beim Radio denk ich da 3mal öfter drüber nach und im Zweifel kuckt sogar noch ne zweite Person drüber und redigiert. Aber das sind dann doch auch 2 völlig verschiedene Welten. Oder mach ich mirs da zu einfach?

    Falk am 13.07.2006
  • 8

    “Und bitteschön – wieso muss man bei privaten Blogs die selben hohen journalistischen Ansprüche stellen, wie an Journalisten oder Magazine?”

    Jein, allerdings erheben ja viele den Anspruch näher am Volk zu sein, weniger korrupt, sorry Richie :D, insofern…

    “Hier überleg ich nicht minutenlang, bevor ich was schreibe, sondern ich rotz es raus. ”

    Tja siehste mal, so dachte ich auf den Foren oder im Usenet und auf dem Blog überlege ich es mir “3 mal” ;)

    Oli am 13.07.2006
  • 9

    Aber damit kommen wir eigentlich genau an den Punkt, der mich so “ärgert”. Denn es ist nunmal jedem seine private Entscheidung und kann nicht pauschal gefordert werden.

    Falk am 13.07.2006
  • 10

    Warum nicht? Da hätte man auch nichts über die Fellseite schreiben dürfen etc., man muß ja nicht zum peniblen Korinthenkacker mutieren, aber allzu unkritisch sollte man seine Umwelt auch nicht nehmen. Jeder beklagt sich z.B. das in Deutschland nichts läufter, keiner mal was sagt - na gut dann macht man halt mal den Anfang und sagt etwas.
    Warum schreibt man was zum Kopierschutz usw. ist doch auch jedem seine Sache. Wenn diese Denke aber tatsächlich einreißt und das ist in D ohnehin der Fall, dann wirds richtig gefährlich und der, der anderen ihre Meinung gönnt ist plötzlich selbst betroffen. Man kann sich nicht aus der Gesellschaft loseisen, man muß zwar das Verhältnis wahren, aber auch das Maul aufmachen.
    Die “Mode-Heinis” die es machen weils “in” ist, verklingen ohnehin nach einiger Zeit wieder. Insofern who cares und nehme ich es ganz genau, warum regst du dich denn drüber auf, gönn ihnen doch ihre Meinung ;)

    oli am 13.07.2006
  • 11

    Du hast das Zauberwort verwendet: Verhältnismäßigkeit ;) Und differenzierte Kritik werd ich niemals in Frage stellen. Aber manche Regeln/Äußerungen auch nicht gutheissen ;)

    Deswegen mag ich es ja hier auch diskutieren, um eventuell auch zu merken, das ich da vielleicht auch mal daneben liege.

    Falk am 13.07.2006
  • 12

    Die PayPerpost-Geschichte halte ich unter eben dem Gesichtspunkt “ich rotz halt raus” fuer problematisch. Du sagst, dir geht sowas am Arsch vorbei, und das ist wohl gut und richtig. Andere werden sich fragen, hat er da vielleicht nen PPP-Acc und schreibt jetzt ueber $thema, weil was rumkommt? Andere werden sich vor dem Schreiben ueber $thema fragen, verdammt, koennten da Leute meinen, ich machs, weil ich was fuer kriege? Allein die Existenz eines solchen Werbeprogramms macht mehr Schere im Kopf und mehr Misstrauen.

    Korrupt am 13.07.2006
  • 13

    Sagen wir so - dieses PayperPost ist bei mir halt da schon ausgeschlossen. Käuflich bin ich nicht, das man mir damit hier privat kommen könnte. Das würde auf ganz anderer Ebene geschehen, wenn überhaupt. Und obs glaubwürdig ist, was ich hier ticker - tja, wie es ankommt kann ich ja nicht selbst sagen, wenn ich es schreibe. Wie andere drüber denken - weiss man im Zweifel auch nicht. Authentisch isses - aber wer glaubts mir?

    Falk am 13.07.2006
  • 14

    Selbst auf dem G:b hab ich da schon mißtrauen und fragte mich nur allzuoft ob Korrupt gekauft ist :D Nein aber ehrlich bei manchen Sachen gings da schon manchmal durch den Kopf, wenn viel Werbung irgendwo plaziert ist.

    oli am 13.07.2006

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