Mal wieder Jamendo

Jamendo deutschMittlerweile les ich ja häufiger von dieser Downloadplattform - es scheint demnach so, als würde sie sich auch außerhalb Frankreichs so langsam aber sicher etablieren. Und nachdem ich letztens schonmal eine Liste mit diversen Plattformen hier veröffentlicht habe, hier mal eine kurze Einschätzung, warum in meinen Augen Jamendo eins der am besten zu bedienenden Angebote ist.

Allem voran - man setzt auf offene Standards. Nicht nur, dass die Musik, welche veröffentlicht wird, konsequenterweise unter Creative Commons steht, sondern auch die Wahlmöglichkeit beim Download zwischen MP3 und Ogg. Und dann der Download selbst - hier auch wieder die Möglichkeit zwischen Bittorrent oder Emule zu wählen, was dies für viele doch recht komfortabel gestaltet. Und eine dritte Möglichkeit sei auch noch erwähnt (da diese etwas untergeht), man kann sich einzelne Alben, Musikrichtungen, Neuveröffentlichungen etc. auch als Podcast abonnieren. Diese Funktion nutze ich persönlich sehr gern und sortiere dann eben hier für mich aus, was interessant ist und was nicht.

Und dann die recht komfortablen Möglichkeiten (zum Beispiel als Band) die Songs (Alben) anderweitig wiederzuveröffentlichen. Grad dieser Punkt nervte mich sehr häufig bei den vielen anderen Angeboten ungemein (als Beispiel sei hier nur mp3.de genannt - dort kann man auf der eigenen Webpräsenz nur dann die Songs direkt einbinden, wenn man bei einem ganz speziellen Provider hostet). Hier also hat man auch Unmengen an Möglichkeiten (Javascript, PHP) und diverse individuell zusammenstellbare RSS Feed zur Verfügung. Ein Beispiel sind die Jamendo Top 20 Rock/Pop hier auf meiner Seite. Und die Tagging-Funktion macht auch eine Suche nach Musikrichtungen sehr einfach und kann von den Nutzern selbst erweitert bzw. verfeinert werden. So findet sich sicher für jeden Geschmack etwas passendes.

Von anderen Plattformen bekannte Funktionen wie Bewertungssystem, Reviews und Bandforen fehlen natürlich auch nicht. Aber eins finde ich absolut bemerkenswert und verdient es, da auch wirklich mal etwas genauer hinzuschauen. Wie oft liest man das (Schein)argument “Wenn die Downloads nicht so teuer wären…” oder “Ich würde lieber der Band selbst 5 Euro geben, als dies einer Firma in den Rachen zu werfen…” - tja Jungs - genau das dürft ihr dort. Endlich mal dieses oft bemühte Lippenbekenntnis in Taten umsetzen und die Bands für ihre “Arbeit” zu belohnen. Man braucht lediglich einen Paypal-Account und kann einen x-beliebigen Betrag selbst festsetzen. So einfach kann das sein.

Und um zum Abschluss zu kommen, es gibt noch eine Menge mehr darüber zu sagen, aber vieles erschliesst sich auch erst dann, wenn man diese Plattform nutzt. Sowohl als Band als auch als Hörer. Und je mehr Künstler dieses faire Prinzip anwenden und je mehr Hörer diese Fairness belohnen, umso besser für alle Beteiligten.

Creative CommonsUm es nochmal deutlich zu machen, man verschenkt sich als Künstler mit der Creative Commons keineswegs die Möglichkeit, auch anderweitig mit seiner Musik Geld zu verdienen. Ganz im Gegenteil, ich denke, man gewinnt dadurch eine Menge Fans, die den künstlerischen Wert noch zu schätzen wissen. Und der Upload selbst ist dank des angebotenen Tools “Jamloader” sehr einfach zu bewerkstelligen und kaum schwieriger, als Songs auf der eigenen Homepage direkt zu verlinken. Ich habs ja selbst schon getestet.

Links:

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