GEMA-Zahlenspiele

Eine Minderheit von Stars vereinnahmt den Großteil der Einnahmen aus der Musikverwertung. Erkennbar ist dieser Effekt auch an der Verteilung der GEMA-Ausschüttungen an ihre Mitglieder. In der GEMA erhielten 5% der Mitglieder 63% der gesamten GEMA-Ausschüttungen. Während die Mehrheit der angeschlossenen Mitglieder mit einem Mitgliederanteil von 85%, sich mit 23% der Ausschüttungen zufrieden geben mussten.1

Von den Topverdienern der Musikbranche ist der durchschnittliche Musikschaffende weit entfernt. Die letzte umfassende Untersuchung in Deutschland zum Einkommen von Künstlern stammt aus dem Jahr 1999.2 Danach hatten Musikschaffende ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 8.892 Euro an.3 Komponisten lagen mit 11.225 Euro noch im oberen Einkommensniveau. Selbst wenn angenommen wird, dass die auf Zahlen der Künstlersozialkasse beruhenden Studie die Spitzenverdiener der Musikbranche nicht abdeckt,4 gibt sie einen realistischen Anhaltspunkt durchschnittlicher Einkommen selbständig tätiger Musikschaffender.

Entnommen aus “Musik als Open Content und die Lizenz Creative Commons” von Reinhold Petrich; lizensiert unter den Bedingungen der Creative Commons Lizenz - Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland

  1. Zahlen zu ähnliche Verteilungsverhältnissen in anderen europäischen Ländern vgl.: Towse: Creativity, S. 125; Kretschmer: Digital Copyright, S. 10 f. []
  2. Vgl. Bundesregierung: Soziale Lage der Künstler, S. 14 (DM-Beträge in Euro umgerechnet) []
  3. Zum 01.01.2006 betrug das Durchschnittseinkommen der in der KSK versicherten selbständigen Künstler im Bereich Musik 9459 Euro. Vgl. http://www.kuenstlersozialkasse.de/ []
  4. In der KSK sind nur überwiegend selbständig arbeitende Künstler versichert. Da nicht alle selbständigen
    Künstler in die KSK einzahlen und dieser auch nur geschätzte Einkommen gemeldet werden, ist die Aussage
    zur Einkommenssituation mit entsprechenden Einschränkungen zu betrachten. []

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Nine Inch Nails: Ghost I-IV kreativ visualisieren | Pete Green: Live at the Cornubia | Creative Commons vs GEMA | Ich hör übrigens erst auf… | Under The Black Rainbow | Das macht mich alles so traurig | Vielleicht denk ich ja zu einfach | The Forced Oscillations - On the Road | Jetzt versteh ich endlich | Rätselhafte Downloads #1 |

2 Meinungen ↓

#1 FALK stands for FUCK ART - LETS KILL! » Urheberrecht, Zombies, Lobby und leidvolle Lizenzen am 10.05.2007 gegen 19:51

[...] Auch bei mir hier… Zu Zahlen hatte ich vor Kurzem erst etwas geschrieben. Siehe: GEMA-Zahlenspiele [↩]Quellen: netzpolitik, Golem, IFPI [↩]Siehe auch: Musikdieb - Gedanken zum Urheberrecht und James Boyle - Breaking the deal [↩] [...]

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#2 Creative Commons für Dummies » Beitrag » F.A.L.K. stands for FUCK ART - LETS KILL! am 20.09.2007 gegen 12:09

[...] mal auf die 4-teilige Serie bei Advisign und auch auf die noch kleine Diskussion in Bezug auf mein Lieblingsthema GEMA am Ende des 4. [...]

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