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Erkenntnis des Tages

Kostenfreie Downloads wieder aus dem Netz zu nehmen, um sie durch eine kostenpflichtige Variante zu ersetzen, macht genau so viel Sinn, wie Alben aus iTunes rauszunehmen, um die CD-Verkäufe zu steigern…

Rainbow Warrior

Nun geistert sie durch die Landschaft, die Studie zum Downloadverhalten der User beim kostenfreien Downloadangebot von Radiohead im vergangenen Jahr (PDF). Kommentare dazu gibts hier und hier - mich stört allein schon wieder der Verweis auf das angeblich “illegale” Verhalten derer, die das Album per Tauschbörse oder Bittorrent saugten.

Allerdings wag ich mal als Kurzkommentar noch eine andere These: Wenn der Unterschied zwischen Radiohead und NIN schon so groß ist, dann zeigt dies doch lediglich, daß in den vergangenen Jahren ein Herr Reznor eine viel engere Fanbindung zustande gebracht hat. Sei es mit Remixwettbewerben, Fanclub, Schnitzeljagd im Netz und ähnlichem…und daher die Leute eben dann seinen Kram auf seiner Webseite saugen, weil sie sich mit dem Macher dahinter identifizieren können.

Bei Radiohead wars am Ende eigentlich nur ein Medienhype, der diejenigen, die dann davon hörten, nicht zwangsläufig an die Band gebunden hat. Sondern die habens gehört, im P2P-Tool ihrer Wahl danach gesucht und es eben gesaugt. Thats the point for me…you got it?

Vielleicht denk ich ja zu einfach

Aber wenn ich mir mal überlege, daß es in Deutschland ca. 40 Millionen Internetanschlüsse gibt und derzeit ca. 160.000 Künstler in der Künstlersozialkasse versichert sind, dann dürfte der Aufschlag für Kultur auf Internetzugänge, um diese Künstler gerecht zu entschädigen, nicht so immens hoch im Monatsbeitrag sein. Mags wer überschlagen? Ich komm auf 5-10 Euro…

Kommerzgedudel zum Samstag

Hier mal zwei Hinweise auf käuflich zu erwerbende Gothic-Hochglanzprodukte. Im aktuellen Gothic Magazine No. 61 befinden sich 4 Artikel bzw. Interviews von afmusic Bands: The Search, Thora, Rebentisch und Sleazy Romance wurden von der Redaktion beleuchtet oder ausgefragt.

Und dann hat sich mit “So sad about it all” die erste Single von Split Seconds auf den “Goth is what you make it Sampler Nr.7″ geschlichen und ist somit jetzt neben dem Download auch auf Silberling verfügbar. Und tummelt sich dort dann neben Acts wie The Other, Reptyle, Joy Disaster oder The House of User und vielen weiteren hochkarätigen Szenebands. Die Doppel-CD zum Preis von einer gibts unter anderem bei gothic-shopper.de.

Das Internet und die Transformation der Musikindustrie: Rekonstruktion und Erklärung eines unkontrollierten sektoralen Wandels

Die Musikindustrie befindet sich seit Ende der 1990er-Jahre in einer tiefen und anhaltenden Restrukturierungskrise, die maßgeblich durch ein neues Set an Technologien – Digitalisierung, Datenkomprimierung und das Internet – angestoßen worden ist. In diesem Aufsatz werden die Wirkungen dieser neuen technologischen Konstellation auf die sozioökonomischen Strukturen und Institutionen des Sektors sowie auf die Handlungsorientierungen seiner Kernakteure untersucht… (Quelle)

Prädikat “sehr lesenswert” und als PDF direkt hier herunterladbar…

Die Musikindustrie ist kein Sektor, in dem neue Technologien entwickelt und produziert werden. Alle maßgeblichen Technologien der Aufnahme, Produktion, Speicherung und – in jüngster Zeit – der Distribution von Musik basieren auf sektorexternen Entwicklungen, die in sektorspezifischer Weise implementiert und genutzt werden.

Wundert es eigentlich wen, daß der Musikindustrie mißtraut wir?

Yahoo macht seinen MP3-Shop dicht und läßt seine Kunden ab dem 30. September 2008 mit ihrem DRM-verseuchten Dreck im Regen stehen…Na dann ist ja alles Bestens.

VUT schießt scharf

Der Verband der unabhängigen Tonträgerhersteller wettert wegen der geplanten Schließung von Radio Multikulti . Sowenig Verständnis ich für diese Entscheidung von RBB aufbringen kann, noch weniger Verständnis hab ich für diese Art der unreflektierten Kritik daran.

Das die finanzielle Schieflage ursächlich wohl auch etwas mit der sozialen Schieflage in diesem Land zu tun haben könnte, wenn Menschen schon die Gebühren für öffentlich rechtliches Fernsehen bzw. öffentlich rechtlichen Funk nicht aufbringen können, kommt keinem der Beteiligten mal in den Sinn? Nein!? Stattdessen wird mal wieder die durchformatierte, kulturell verarmte Struktur des Funks angeprangert…Aber mal mit den Fingern auf die wirklich Schuldigen zu zeigen, traut sich auch kaum wer. Na dann…

Nur noch 1 Stück verfügbar — jetzt bestellen.

Hmm, hat der Vertrieb nur 2 Stück geliefert oder was?

Amazon

Da war was…

…allerdings hab ich momentan weitaus Besseres zu tun, als mich mit rumheulenden (Möchtegern-)Kunstschaffenden im Dienste des schnöden Mammon (formerly known as DIE Musikindustrie a.k.a. Contentmafia) zu beschäftigen. Das tun schon Andere…

Von mir gibts nur ein lautes “Fickt Euch doch selber und behaltet doch Euer geistiges Eigentum, anstatt damit die Umwelt zu belästigen und uns Indies das Leben mit unsinnigem Verwaltungsaufwand und noch unsinnigeren Gesetzen schwer zu machen. Pfeifen!”

Portishead Exclusive!?

Ganz großer Rummel in der gekauften Presse derzeit um die Band aus Bristol, die maßgeblich das Genre Trip Hop etabliert hat. Und nun nach einer ganzen Dekade ihr drittes Album veröffentlichen. Und eigentlich sollte dann heute auf last.fm das Preview dazu in voller Länge zu hören sein…

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