Das Leben ist kein Irrtum…Kein Irrtum und Musik
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Kanns leider nicht lassen…

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In Zukunft wird es einfacher, da die FRITZ-Redaktion verstärkt die Themen auswählt statt Spreeblick.

Na dann ist doch alles Bestens oder?Disclaimer: Ich bin kein Hamburger



Ähnlichkeiten mit anderen Artikeln sind rein zufällig:

73 Comments, Comment or Ping

  1. *rofl*

    q.e.d.

    Btw, wer ist eigentlich dieser Möchtegern holgi?

  2. http://holgi.blogger.de/

    Wobei ich persönlich da jetzt keinen Beweis für irgendwas sehe. Kann jeder werten, wie er möchte. Holgi kommt wohl ursprünglich auch vom Chaosradio.

  3. Ich hab gerade mal in den Podcast reingehört. Dieser Möchtegern da hat F!XMBR als Schülerblog bezeichnet - daran kann man schon erkennen, inwieweit der gute holgi da bescheid weiß. ;-)

    Des Rätsels Lösung ist dann ganz einfach: Johnny gibt die Trackback-Sendung ab und der gute holgi mit seinem - und da passen *alle* Vorurteile - Online-Tagebuch übernimmt die Sendung.

    Wenns schö macht…

  4. …hat F!XMBR als Schülerblog bezeichnet

    Passt doch zum Schulhof :D

  5. Maxx

    Ich weiß jetzt nicht wie Holgi sich bei Trackback macht - aber ich finde ihn beim Chaosradio echt gut ;-)

  6. Ich hoffe nicht, dass er beim Chaoradio dermaßen arrogant und überheblich wie bei Trackback rüberkommt…

    Denn ums Chaosradio wäre es wirklich schade.

  7. Ich muß gestehen, ich kann die Aufgeregtheit nicht ganz nachvollziehen. Was spricht dagegen, das die Fritz-Redaktion in Zukunft mehr an der Vorbereitung der Trackback-Sendung beteiligt ist?

    Dafür steht’s jetzt in der kleinen Animositätetn-Show 1:1. “Schülerblog” vers. “Möchtegern”.

  8. Es spricht nichts dagegen, es ändert aber imho das Profil. Und wie ich letztens schon schrieb, was bleibt jetzt noch von der ursprünglichen Intention, die Trackback einmal hatte und mit der sie angetreten sind?

  9. was bleibt jetzt noch von der ursprünglichen Intention, die Trackback einmal hatte und mit der sie angetreten sind?

    Nüscht.

    Es bleibt: Man will nun mit einer Radiosendung die Themen, den Traffic der Blogosphäre auffangen. Nur dazu ist die Blogosphäre in D zu klein - ich bin ja mal gespannt, wie lange sich Radio Fritz das antut.

  10. Holgi macht seit über einem Jahrzehnt Radio, u.a. bei FRITZ - ob man ihn mag oder nicht ist wie bei jedem Moderator Geschmackssache. Was die (freie) Musik angeht - dafür gibt es jetzt jemanden, der sich allein darum kümmert.

  11. Was war den “die” ursprüngliche Intention? Ausser eine Sendereihe rund ums Thema Blogosphäre zu machen? Das dabei auch das eine oder andere über Bord geht, Johnny hat das ja hier bei dir in einem anderen Beitrag schon kommentiert, halte ich für normal. Man probiert Dinge aus, verwirft, probiert neues und so weiter. Klar kann ich versuchen ein Sendekonzept von Tag Eins an in Stein zu meißeln und keinen Jota abweichen, egal ob’s funkt oder nicht. Ob das Radio lebendiger macht?

    Viel interessanter find ich die Frage warum Creative Commons nicht will, das die Marke Creative Commons für die ursprünglich geplanten Charts in der Trackback Sendung genutzt wird.

  12. fixmbr liest sich, als würden da Jungs schreiben, die kaum älter als 18 bis 20 Jahre sind, gerade ihr Abi in Tasche haben und an die Revolution glauben. Daher Schülerblog. Bitte Entschuldigt, wenn ich mich da vertan habe.

  13. dafür gibt es jetzt jemanden, der sich allein darum kümmert.

    Das doch prima und noch cooler, wenn sich das dann in der Sendung widerschlägt. Und damit komm ich zu Boogies Einwand: Ja, ich hab den Aspekt “wir werden freie Musik promoten” etwas ernster genommen, als die Beschäftung mit der inhomogenen sogenannten Blogosphäre.

    Und ich hab hier sogar schonmal vor Urzeiten Fritz als eins der wenigen UKW-Formate mit Format gelobt. Aber ob dann ein redaktionell betreutes Konzept dann auch dieses “probiert Dinge aus, verwirft, probiert neues und so weiter” ermöglicht, wird sich zeigen. Ich weiss an dem Punkt ja nicht, welche Narrenfreiheit Holgi dann dort geniesst.

    Viel interessanter find ich die Frage warum Creative Commons nicht will, das die Marke Creative Commons für die ursprünglich geplanten Charts in der Trackback Sendung genutzt wird.

    Weils eben eine Marke ist - ich glaub ich wär auch nicht begeistert, wenn Einslive plötzlich “darkerradio Charts” machen würde.

  14. fixmbr liest sich, als würden da Jungs schreiben, die kaum älter als 18 bis 20 Jahre sind, gerade ihr Abi in Tasche haben und an die Revolution glauben. Daher Schülerblog.

    Ich hoffe nicht, dass er beim Chaoradio dermaßen arrogant und überheblich wie bei Trackback rüberkommt…

    q.e.d.

    Noch Fragen?

    Lieber an etwas glauben, als eine Arroganz zur Schau stellen, wie Du es tust. Ganz schlimm solche Typen wie Du.

    Achja, ein paar Beispiele für obige Behauptung - Viva la Revolution - wären auch nicht schlecht - wobei ich Dir gleich sage Kleiner: Nicht Einzelfälle, denn mit knapp 2.000 Artikel schreibt man auch schon mal shayze.

    Ansonsten das was Falk sagt, insbesondere die Replik auf Johnny.

  15. Ich hätte da tatsächlich eine Frage, Chris. Warum bist du eigentlich so aggressiv?
    Du scheinst so voller Frustration, dass du nichtmal richtig liest, was andere Leute schreiben, sondern schnappst sofort zu. Dadurch verstärkst du nur noch das Bild eines Menschen, dem es ausser an Lebenserfahrung auch noch an Umgangsformen und Diskussionsbereitschaft mangelt.

    @Falk
    Aber ob dann ein redaktionell betreutes Konzept dann auch dieses “probiert Dinge aus, verwirft, probiert neues und so weiter” ermöglicht, wird sich zeigen. Ich weiss an dem Punkt ja nicht, welche Narrenfreiheit Holgi dann dort geniesst.

    Ich bin nicht die Redaktion der Sendung. Die Narrenfreiheit, die ich geniesse, geniesse ich in der Moderation. Neues auszuprobieren wird an anderer Stelle und viel früher beschlossen. Insofern bin gar nicht ich das geeignete Objekt der Beobachtung, sondern die Redaktion wäre es. Ich kann allenfalls hinterher Sachen verwerfen, indem ich mich weigere, sie zu moderieren.

  16. Insofern bin gar nicht ich das geeignete Objekt der Beobachtung, sondern die Redaktion wäre es.

    Huch, kam das nicht so rüber, dass ich Redaktionen und eben *nicht* dem Moderator kritisch gegenüberstehe?

  17. Oeh… nein :)

    Ich hatte den Eindruck, es liefe darauf hinaus, dass es irgendwann heisst, der doofe Holgi hätte sich eine Scheissrubrik ausgedacht. Dem wollte ich vorbeugen.

  18. Na dann muss ich das das nächste Mal deutlicher machen. Darin besteht ja auch eine meiner grundlegensten Kritikpunkte am “modernen” Radiomachen. Das der Moderator eher weniger Einfluss auf die Gesamtgestaltung einer Sendung hat. Wo man da nun genau die Gründe suchen sollte, das würde wohl in stundenlangen Analysen ausarten. Fakt ist - ich finds persönlich besser, wenn eine Sendung von A-Z von Demjenigen vorbereitet wird, der dann auch am Mikrophon sitzt (mal spezielle Dinge, wie beispielsweise Interviews oder Außenberichterstattung weggelassen). Daher halt meine Skepsis in Bezug auf “Formate”.

    Und wenn, dann würd ich eher schreiben: “Das, was der Holgi da macht, find ich scheisse…” Das müsstest dann aber ab können :P

  19. Zitat Trackback Blog unter Info:
    TRACKBACK ist die wöchentliche Radioshow bei FRITZ (Frequenzen gibt es hier, den Livestream dort), die sich mit Themen rund um Blogs und Podcasts beschäftigt.

    Eins der vielen möglichen Themen ist freie Musik. Einen Schwerpunkt seh ich da nicht. Aber ich bin ja auch nur Hörer.

    Als Musiker tu ich mich aber auch schwer, mit dieser Trennung “freie Musik” und “unfreie Musik”. Und ich find’s bedauerlich, das aus dem Podcast die “unfreie” Musik herausgeschnitten werden muß. Musik ist erstmal Musik für mich. Freie Musik ist was tolles, aber eben nicht die Alternative für alles.

  20. Einen Schwerpunkt seh ich da nicht.

    Siehe oben, den Punkt hab ich wohl ernster genommen, als er gemeint war, weil es dann eben ein Stück weit wie eine vertane Chance auf mich wirkt. Muss ja kein Fehler sein und die Diskussion dazu kommt ja nun auch *wieder* ins Rollen (zumindest mein Gefühl).

    Musik ist erstmal Musik für mich

    Für mich auch, aber auch noch ein wenig mehr.

  21. Musik ist immer ein wenig mehr.

  22. Das kann ich ab. Ist ja nur ein Angebot, das ich mache. Wobei ich nie verstehen werde, warum Leute nicht einfach umschalten und ignorieren, was ich mache, sondern mir Aufmerksamkeit entgegenbringen, um sich dann hinterher aufzuregen. Und wenn du sogar freundlich und nachvollziehbar begründen kannst, warum du etwas scheisse findest, lerne ich möglicherweise sogar noch was. Erbärmlich und weitestgehend zu ignorieren würde es, wenn du deine Meinung belegfrei für allgemeingültig daherpöbeln würdest wie irgendwelche Halbstarken - was leider die wesentlich häufiger gewählte Variante ist. Und es sieht mir ein wenig danach aus, dass genau das momentan auch in der Blogosphäre modern wird. Je weiter sie sich zu einem Quasi-Massenmedium entwickelt. Womit ich eine elegante Brücke gebaut zu haben glaube…

    Von A-Z selbstgestaltete und -vorbereitete Sendungen neigen dazu, Nischensendungen zu werden und die kannst du in einem Massenmedium nicht bringen, sonst verlierst du deine Existenzberechtigung. Darum passieren die Nischensachen abends, wo sowieso keine Masse mehr zu machen ist.
    So gesehen, finde ich Formate bis zu einem gewissen Grade gar nicht verkehrt. Du holst die Masse ins Boot und drückst ihnen dann immer mal wieder ein Nischenthema rein - das allerdings erfordert ein hohes Maß an Kreativität. Und Mut. Das eine ist schwer zu finden, das andere wird den wenigen Kreativen allzuoft genommen.

  23. Eins der vielen möglichen Themen ist freie Musik. Einen Schwerpunkt seh ich da nicht. Aber ich bin ja auch nur Hörer.

    Verständnisfrage: willst du freie Musik lieber als Thema oder lieber als gespielte Musik in der Sendung?

  24. Von A-Z selbstgestaltete und -vorbereitete Sendungen neigen dazu, Nischensendungen zu werden und die kannst du in einem Massenmedium nicht bringen, sonst verlierst du deine Existenzberechtigung.

    Seh ich durchaus ein Stück weit anders und wenn man sich die Entwicklung des Rundfunks mal genauer anschaut, dann find ich das mit den Formaten heutzutage mehr als nur schwach. Denn ob du dann innerhalb dieses Formats auch tatsächlich Aufmerksamkeit erregst (denke darum gehts ja), steht nirgends geschrieben. Da könnt ich sogar die These in den Raum stellen, dass thematisch gesehen die Nischensendungen mehr bewirken können, als das selbe Thema in einem Format. Nur traut sich das hierzulande ja auch niemand mehr, weil eben die Reichweite (und der halbjährliche Blick auf die MA) entscheidend dafür ist, wieviel Werbegelder im privaten Rundfunk fliessen. Das da der ÖR noch ein Stück weit unabhängiger ist, ist ja nun bekannt, aber auch da sind die Nischen Nischen, weil sie durchs Grundrauschen der Formate in eben diese gedrückt wurden.

  25. @holgi: Wieso sollte ich mit jemandem in Dialog treten, von dem ich bis gestern noch nichts gehört habe, der unser Baby F!XMBR als Schülerblog im Radio abcancelt?

    Sorry, aber Du warst am Zug, für Deine Behauptungen auch mal Beispiele zu bringen. Du legst stattdessen noch einen drauf. Und ja, Deine für mich unglaubwürdige Entschuldigung habe ich gelesen.

    Du willst mir etwas von Umgangsformen erzählen? Und diese 4 Jahre Lebenserfahrung, die Du mir voraus bist, geschenkt…

    Du warst der kleine Mitläufer im Radio, der meinte bashen zu müssen - und jetzt kannst Du nicht mit der Reaktion umgehen.

    Und btw, mit Johnnys Sprüchen kann - und muss ich vor allen Dingen - leben, denn da war ich selbst ja auch nicht zimperlich. Von Deiner Person hatte ich vorher aber noch nichts gehört.

  26. Chris, ich stelle keine Behauptungen auf, sondern beschreibe, wie euer Blog wirkt. Das ist alles.
    Und wenn du den Kinderkram mit den persönlichen Angriffen bleiben lässt, können wir gerne weiterreden.

  27. Ich höre… oder lese… ;-)

    Kannst mich aber auch mal per Mail antickern.

  28. Denn ob du dann innerhalb dieses Formats auch tatsächlich Aufmerksamkeit erregst (denke darum gehts ja), steht nirgends geschrieben.

    Doch. Tatsächlich steht es sogar geschrieben, denn es reagieren Hörer, indem sie Mails schicken. Je steter der Tropfen im Tagesprogramm, desto mehr Reaktionen. Zu den Nischensendungen gibt es häufig von Anfang an mehr Reaktionen. Insofern könnte deine These stimmen. Das Larifari-Popgelaber, das gerne mal News genannt wird, bleibt reaktionsfrei. Immer, wenn Haltung gezeigt oder Meinung gesagt wird, gibt es eine Reaktion.

    Privatfunk klammere ich mal aus, denn der ist nur dazu da, Hörer an Werbung durchzureichen. Aber auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sich fragen lassen, welche Reichweite er hat. Und da hast du nur die MA-Zahlen. Je höher sie sind, desto eher kannst du dich als Massenmedium bezeichnen und desto unangreifbarer bist du auch in den Nischen (am Tag wie in der Nacht) für die Leute, die meinen, man sollte dich abschalten und das damit begründen, dass dich ja kaum jemand hört. Das ist der Trick mit der Existenzberechtigung - der viel zu selten angewandt wird. Womit wir wieder beim Thema Kreativität und Mut wären.

  29. wenn Haltung gezeigt oder Meinung gesagt wird, gibt es eine Reaktion

    Auch wenn ich da grad nur den kurzen Satz rausnehme, aber genau der sagt ja alles. Und ich geh sogar noch weiter, dass es mir persönlich am liebsten ist, wenn ich diese Einstellung des Moderators auch durch seine Musikauswahl bestätigt sehe. Das zerrt das Ganze zwar wieder auf eine völlig persönliche Ebene, aber grad aus dem Grund hab ich früher Radio geliebt und hasse es jetzt. Weil ich kaum noch Profile sehe von Menschen, denen man das, was sie da machen, auch “abkauft”. Sicher wären wohl heutzutage die Reichweiten nicht so hoch, wenn ich versuchen würde, solche Personen zu etablieren, aber es müsste doch drin sein.

  30. @ holgi:
    willst du freie Musik lieber als Thema oder lieber als gespielte Musik in der Sendung?

    Beides.

  31. @ Falk: gerade wegen der Musikauswahl höre ich Trackback gern. Wo bekommt man denn sonst heute noch die Undertones oder Tom Robinson Band im Öffentlich Rechtlichen?

  32. Also eine ehrliche Antwort könnt ich dir da grad nicht geben, da ich seit gut und gern 8 Jahren Radioverweigerer bin. Aber das glaub ich dir ja auch gern und wenn es den Geschmack Vieler trifft (soll ich den jetzt zuende denken?), also wenn sowas gefragt ist, dann wärs doch glatt schon wieder fast eine eigene Sendung wert ;)

  33. Sicher wären wohl heutzutage die Reichweiten nicht so hoch, wenn ich versuchen würde, solche Personen zu etablieren, aber es müsste doch drin sein.

    Aber genau da drehen wir uns ja im Kreis. Wenn du mit deinem Sender nicht besipielsweise 80.000 Leute pro Stunde erreichst, wird dir die Existenzberechtigung als Massenmedium abgesprochen und der Geldhahn zugedreht und du kannst nicht mehr senden. Inhalt und Profil kosten Geld. Und je profilierter die einzelnen Sendungen und ihre Macher sind, desto weniger Hörer pro Stunde hast du. Und die Masse schaltet aussserdem nur wegen der Musik ein. Idealerweise muss sie auch noch wiedererkennbarMeinen auch. sein. Haben wir alles schon gehabt und probiert und sind dran gescheitert und verzweifelt. Ich kenne keinen echten Radiomenschen, der nicht lieber ein gutes Radio anstelle eines guten Geschäfts machen würde - aber irritierendes Programm kostet, vorhersagbares bringt Hörer.
    Die derzeit einzige Chance ist, einen Spagat zu machen zwischen Tokio Hotel einerseits und einer dedizierten Haltung (und sei es Albernheit) zu einem beliebigen Thema andererseits, was ja auch ganz gut funktioniert. Leider wird es zu selten probiert.

    Wenn man die technische Reichweite einzelner Wellen erhöhen und gleichzeitig die Menge der Wellen reduzieren würde, könnte man deinen Wunsch möglicherweise sogar erfüllen. Und meinen auch. Und auch dann hast noch das Problem, dass sich wieder jemand findet, der sich nicht repräsentiert fühlt und dich in Frage stellt, weil Mikromedien ja die Nischen besser versorgen können. Nur gibt der Innenminister denen kein Interview, weil er sie nicht fürchten muss.

  34. Ich schau bei dem Thema immer gern ins Ausland, denn dort scheint aber genau dies zu gelingen und man die Menschen auch mit Themen und nicht nur den “besten Hits der vergangenen (gefühlten) Jahrtausende” zu erreichen. Von daher halt ich dieses “Und die Masse schaltet aussserdem nur wegen der Musik ein” eher für eine Auswirkung, denn für eine Ursache. Dieser Wandel auch im Konsumverhalten der Werbezielgruppe kommt ja nicht von allein oder ungefähr. Da sind die Medien ein großes Stück selbst dran schuld und die, die es anders machen wollen, scheitern dann gnadenlos, weil sie an den selben Maßstäben gemessen werden. Dort wäre aber ja grad der ÖR gefragt und gefordert, den entsprechenden Gegenpol wieder herzustellen.

    Und klar hast du vollkommen Recht damit, es niemals Allen Recht machen zu können, aber das sollte auch nicht das Ziel sein.

  35. Aber Themen kommen doch. Jedenfalls bei den Läden, wo ich arbeite. Das meine ich mit Spagat. Der muss weiter sein. Ja, verdammt.

    Und wenn du die Menschen fragst, warum sie das Radio einschalten, sagen sie Musik. Nicht Wort. Ich sehe auch keinen Wandel im Konsumverhalten. Früher war es doch auch nicht anders. Bevor es den Privatfunk gab, der von Anfang an auf Musik gesetzt hat, hatten die Menschen einfach nur keine Wahl. Niemand hat sie gezwungen, Dudelradio zu hören als es da war. Sie haben es einfach gemacht. Und der Erfolg des Radios ist nicht durch harte Themen gekommen, sondern durch Unterhaltung. Insbesondere durch Musik, damals, Motown und so.

    Und nochmal: wenn ich mit einem Sender gerade mal 20.000 Menschen erreiche - wie soll ich rechtfertigen, dass dieser Sender im Zweifelsfall noch mehr Geld kostet, als der Dudler, der 100.000 Hörer hat? Es ist ja schon nahezu unmöglich, den Leuten klarzumachen, dass sie insgesamt vom gebührenfinanzierten Rundfunk auch dann profitieren, wenn sie ihn gar nicht unmittelbar nutzen (Vierte Macht, leicht schwächelnd vielleicht).

  36. Frage vergessen: Wo im Ausland gelingt das?

  37. @ holgi:
    …Und wenn du die Menschen fragst, warum sie das Radio einschalten, sagen sie Musik. Nicht Wort…

    Ich hingegen sage Wort. Der einzige Sender in meinem Autoradio (der Ort an dem ich bevorzugt Radio höre) der fest einprogrammiert ist: DLF.

  38. Frage zuerst beantworten gelingt am Besten, ich schau was Rundfunk anbetrifft immer gern zu unseren Nachbarn in Holland.

    Aber ich denke auch, ich hatte mich etwas mißverständlich ausgedrückt - mit Themen mein ich *auch* die Musik. Ich finds eben eher seltsam, bei einer weiten Strecke im Auto immer das Gefühl zu haben, dass ich da im Radio nur einen Sender habe. Und schlag mal die Brücke zu früher - ich hatte da sehr wohl zwar eine geringere Auswahl, aber ich hatte eben eine Wahl. Heute besteht die im Zweifel zwischen “ich tu es mir an” oder “ich schalt einfach ab”. Oder man muss intensiv nach den winzigen Hoffnungen im Dschungel des Einheitsbreis suchen (siehe auch weiter oben, RBB bzw. Radio Fritz ist da imho noch ein Vorzeigeobjekt, wie man den Spagat schaffen kann, ohne Profil einzubüßen).

    Und was die Unterhaltung anbetrifft - ich mag Entertainment, ja doch, gern, sehr gern sogar. Aber dieses find ich kaum noch im Radio. Das sind für mich meist moderierte Jukeboxen und du schreibst ja, dass die meisten Hörer wegen der Musik einschalten (und dementsprechend die Sendungen “optimiert” wurden). Hab ich früher auch, aber da war eben zusätzlich ne Menge mehr.

    Und nochmal: wenn ich mit einem Sender gerade mal 20.000 Menschen erreiche - wie soll ich rechtfertigen, dass dieser Sender im Zweifelsfall noch mehr Geld kostet, als der Dudler, der 100.000 Hörer hat?

    Da sind die Medien ein großes Stück selbst dran schuld und die, die es anders machen wollen, scheitern dann gnadenlos, weil sie an den selben Maßstäben gemessen werden.

    Weils halt immer nur ums Geld geht…

  39. Boogie, ich sage auch Wort. Aber wir sind nicht normal. Leider. Wie gesagt, ist bisher noch jedes Experiment, durchgehend irritierend zu sein, an zuwenigen Hörern gescheitert.

    Falk, das Geld-Argument ist albern. Es gibt nichts kostenloses. Senden kostet eben auch Geld. Technik, Personal etc. Und wenn du Geld von der Allgemeinheit nimmst, um zu senden, musst du ihr auch erklären können, warum du mit dem Geld was sendest, was kaum jemand hören will.

    Was wäre denn ein zulässiger, von Reichweite verschiedener, Maßstab?

    Der Einheitsbrei wiederum ist das Ergebnis des Mangels oder Missverhältnisses von Kreativität und Mut.
    Die Experimentierfreudigen sehen sich bei einem Scheitern in ihrer Existenz bedroht und die, deren Existenz in keinem Fall bedroht ist, sind nicht experimentierfreudig. Müssen sie auch nicht sein. Niemand sanktioniert sie, wenn sie bequem sind - warum also sollten sie sich bewegen. Gleichzeitig braucht man diese Leute, denn sie sind unabhängig von Einflüssen aus Industrie und Politik. Das ist ein grundsätzliches Dilemma des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und meines Erachtens auch nicht zu lösen, solange Scheitern in Deutschland ein zu grosser Makel ist. Und so lange wird auch der Privatfunk keine echte Alternative bieten, denn da arbeiten ausschliesslich Bedrohte.

  40. Falk, das Geld-Argument ist albern.

    Du, so albern find ich das nicht (und weiter unten bestätigst es ja sogar indirekt wieder). Und glaub mir, wüsst ich eine Lösung für das ausgeführte Dilemma, ich wäre der Erste, der es umsetzen würde.

    Was wäre denn ein zulässiger, von Reichweite verschiedener, Maßstab?

    Überhaupt kein Schwanzvergleich.

  41. Keine Messung ist doch aber völlig utopisch. So funktioniert die Welt nicht und es ist müssig, das Problem auf dieser Basis zu diskutieren, es sei denn, du diskutierst gleichzeitig die Abschaffung des Marktes. Und auch das ist müssig.

  42. Keine Messung ist doch aber völlig utopisch.

    Sicher ist das utopisch und mir ist auch bewusst, wie diese Welt funktioniert. So realitätsfern bin ich dann ja auch nicht. Ich sag nur, solang die Maßstäbe Hörerreichweite nach MA im Verhältnis zum ausgegebenen und eingenommenen Geld, das Maß der Dinge ist, ändert sich gar überhaupt nichts. Und ich wiederhols halt gern nochmal, die Hörer sind nicht Ursache des Problems, sondern Teil dessen.

  43. Ja, aber was soll denn dann das Maß aller Dinge sein?

  44. Schwer zu sagen, solang man Radio eher als betriebswirtschaftliche Einrichtung, denn als Teil der Kultur versteht, gibts nur diesen einen Wertmaßstab. Aber Kunst oder Kultur entzieht sich imho doch eher gekonnt der monetären Bewertung, sondern hat was mit Einstellung oder Gefühl und am Ende wieder mit Geschmackssache zu tun. Und dies alles kann man nicht mathematisch abbilden. Ergo gibts dort für mich kein Maß.

    Wobei ich mir da jetzt auch gnadenlos selbst ins Knie schiesse, denn schliesslich lass ich hier ja auch Musik bewerten und errechne Zahlen, wieviel Menschen, was wie gut finden. Hindert mich aber nicht daran, oft genug auch gnadenlos an der Masse vorbeizuschrammen. Gibts eine Maßeinheit für Reputation und Aufmerksamkeit?

  45. Aufmerksamkeit kann man messen, indem man misst, wieviele Aufmerksame es gibt. Reputation, indem man versucht, sich bei diesen Leuten Geld zu pumpen ;-)

    Mit ging es bei den MA-Zahlen übrigens nicht um mönetäre Bewertung dieser, sondern tatsächlich nur um eine Maßeinheit für Aufmerksamkeit. Darum klammere ich die Privaten aus, die diese Zahlen ja tatsächlich unmittelbar in Geld umrechnen.

  46. indem man misst, wieviele Aufmerksame es gibt

    Und die Zeiteinheit dazu? Das ist ja imho das größte Problem, dass man dazu ja dann auch einen Zeitabschnitt definieren muss, in welchem gewisse Ziele erreicht sein sollten. Nur genau da liegt für mich einer der dicksten Fehler, denn was ich jetzt tue, kann ich schlecht schon in 1-2 Wochen (Monaten) überhaupt bewerten, wenn der Effekt eventuell ja erst in 1-2 Jahren überhaupt einsetzt. Und da geht ja dann doch schnell die Puste aus. Sich dann aber dieser Realität zu stellen, find ich viel spannender, als morgen 100.000 Leser/Hörer zu haben.

  47. Ja, die Zeiteinheit muss dazu. Und du triffst den Punkt mit dem dicksten Fehler genau. Eine Echtzeitmessung kann man eben auch vergessen, sonst bist du morgen nicht mehr on-air, weil du heute einen Witz verkackt hast.
    Habe ich dich richtig verstanden, dass du einen längeren Atem bei den Verantwortlichen sehen möchtest?

    Kleiner Link am Rande: Das Radio1-Medienmagazin mit einem Interview mit der Intendatin zu den letzten Zahlen. Die klingt nicht glücklich. (Vorsicht, lädt gleich los)

  48. Achso. Das Interview beginnt nach etwa zehn Minuten.

  49. Hörfunkdirektorin. Himmelherrgottsackzement, mein Hirn…

  50. Habe ich dich richtig verstanden, dass du einen längeren Atem bei den Verantwortlichen sehen möchtest?

    Richtig, vor allem, wenn man nicht vom Werbemarkt und der relevanten Zielgruppe abhängig ist, wie bei den Privat-Dudlern. Ich habs grad nur einmal angehört, aber da kam wieder dieses zwingende “wenn die Jugend nicht zu uns kommt, dann müssen wir halt zur Jugend gehen”. Halt ich für falsch.

    Klar, der ÖR leidet ja auch daran, sich für die Gelder, die eingenommen werden, entschuldigen zu müssen. Aber die Kritik, die ja scheinbar auch immer lauter wird, ist ja nicht ganz aus der Luft gegriffen. Ich halts da nämlich schon bedenklich, diesen Vergleich innerhalb der MA mit den Privaten zu veranstalten. Diese sollten *kein* Relevanzkriterium für den ÖR sein. Da begibt man sich in einen Wettbewerb, der gar keiner ist. Und das Internet als Maß der Dinge für Radio anzusehen oder auch dort eine “Konkurrenz” auszumachen, wo gar keine ist, halt ich ebenso für sehr bedenklich. YouTube und Co. ersetzen mir noch lange nicht gute gemachte Radioshows.

  51. Ich werde das Interview natürlich nicht kommentieren, weil ich herkunftsbedingt zwischen den Zeilen zu hören vermag ;-)

    Wenn du den Vergleich nicht innerhalb der MA anstellst, musst du eine eigene Erhebung machen. Das wäre vielleicht wirklich mal interessant.
    Vor allem müsste man dann nicht mehr nach Altersgruppen messen und die Programme könnten mal realistischer justiert und positioniert werden. Nach Milleus oder nach Inhalten oder Formaten.

    In Teilen ist das Internet schon eine Konkurrenz. Ich höre beispielsweise nicht mehr durchgehend DLF, weil ich die Beiträge, die mich interessieren, auch aus dem Netz bekomme.
    Die meisten Sender scheinen auch noch nicht begriffen zu haben, wie man das Internet umarmen und mit ihm arbeiten kann. Da wird Comedy gepodcastet, über die niemand lachen kann, der weiss, was ein Podcast ist. Dann mal für drei Wochen ein Blog eingerichtet, weil es zu einer Programmaktion passt und dabei völlig ausser Acht gelassen, dass die nötige Kontinuität sich nur sehr kurzfristig ersetzen lässt durch sendergenerierte Aufmerksamkeit und dann mindestens die Coolness, manchmal sogar die Glaubwürdigkeit drunter leidet.
    Hinten raus kommt dann in der Wahrnehmung der Verantwortlichen eine riesige, digitale Bedrohung, die im wesentlichen darauf basiert, dass der technologische Sachverstand dieser Leute an der Bedienung von MS-Word endet und sie sich, wie nahezu überall, die falschen Berater einkaufen. Die, die ihnen Linderung versprechen.

  52. Arrrghhh… warum wird beim Pingback eigentlich das strike-Element nicht mitübertragen? Es muß heißen: …über Schülerblogs und Möchtegerns Radio und Reichweite..

    Sehr spannende Diskussion übrigens. Danke Falk und Holgi.

  53. Nach Milleus oder nach Inhalten oder Formaten.

    Und wenn man das danach positioniert oder eben auch richtiggehend trennt, erledigt sich das mit dem Alter sowieso. Ich kapier ja auch nicht, wie man eine werberelevante Zielgruppe 14-49 ausmachen kann. Zu unterschiedlich da auch die Interessen. Mal Faktoren wie Bildung (die ja auch in gewissem Maße beim Radio stattfinden *muss*), soziales Umfeld etc. völlig ab. Genau dort gäbe es imho eine Menge Spielraum für innovative Konzepte, aber eben nicht bestimmt durch die Hörer (die sich ja eigentlich bedienen lassen wollen, der aktive Teil dürfte fürwahr wohl eher die Minderheit sein), sondern bestimmt durch das Format in sich selbst. Und wenn man dazu noch die Leute hat, die das entsprechend rüberbringen, wär das doch gar nicht so übel.

    Und klar, das Internet ist insofern auch eine Konkurrenz für klassiche Medien, da sich die Wahrnehmung der Menschen ja auch mit verschiebt. Das bringt allein der technische und technologische Fortschritt schon mit. Aber herrje, wenn ich mich entsinne, wie dazumal Webradio (oder nennen wir es Internetstreaming) als Konkurrenz zum UKW-Funk gesehen wurde - ich spür da persönlich keinerlei Konkurrenz, sondern eher eine hervorragende Ergänzung, um damit auch die letzte Nische noch mit einem Programmangebot zu besetzen. Und eben dies tun Podcasts genauso und diese killen genausowenig den klassischen Rundfunk, wie auch das Webradio.

  54. Und auch die wahrscheinlich einzige Chance für uns klassische Rundfunker, auch noch in die letzte Nische einen hinreichned kompetenten Einblick zu bekommen. Thematisch wie musikalisch. Aber Schiss vor dem ganzen Netzdingens haben sie trotzdem irgendwie alle :-D

  55. Sehr spannende Diskussion übrigens. Danke Falk und Holgi.

    Das was Boogie sagt. Nach dieser Diskussion, die ich auch mit Spannung verfolge, sind wir wohl beide mit falschen Fuß aufgestanden - chapeau holgi. :)

  56. Und ich muss auch irgendwann mal mit Chris mailen, um ein paar Missverständnisse aus der Welt zu räumen. Ich mein, wir machen uns alle viel den Kopf um den ganzen Krempel, den wir tun, allein das sollte zeigen, wo unser aller Herzblut liegt, wenn auch vielleicht mit unterschiedlichen Details und Herangehensweisen, fair enough. Dass man sich aber dauernd Beleidigungen an die Schädel donnert, ist anstrengend und bringt nichts voran.

    Holgi, lad’ die doch bitte alle mal ein hier aus der Runde, das wird gut. :)

  57. Sowas in der Art hatte ich ohnehin vor. Ich wollte nur noch ein wenig gucken ;)

  58. Holgi, lad’ die doch bitte alle mal ein hier aus der Runde, das wird gut.

    Sowas in der Art hatte ich ohnehin vor.

    Schockt mich mal um die Uhrzeit nicht mehr. Wie soll ich denn das Adrenalin wieder ausm Blut rausbekommen :D

  59. All:My:Faults hören mein Herr. :)

    @Johnny: Lass uns am Wochenende mal in Ruhe ein paar Zeilen tippen - ich schrob es sinngemäß in einer Mail an unseren Sony-PR’ler. :D RL würden wir wahrscheinlich das Fässchen Bier Coke leeren - und den Spruch mit dem Arm in Arm lass ich jetzt… :D

  60. Nehmt ihr mich mit zum Händchenhalten? *g*

  61. Nee, du müsstest doch die Gitarre mitbringen und ein Liedchen intonieren ;)

  62. Aber nur wenn Johnny singt. Johnny, wie wär’s mit Redemption Song?

    Ist zwar echt Schülerblog-mäßig, aber jetzt will ich auch mal: ;-)

    *duckwech*

  63. Chris, ob’s am Wochenende klappt weiß ich nicht, aber ja, lass machen. Ich bleib’ beim Bier, aber solang’s keine Cola light ist, geht das auch durch. :)

  64. Prospero

    Oh Gott, dabei ist Falk schon bei seinen eigenen Sendungen nervös - was soll das erst werden wenn er per Telefon bei FRITZ zugeschaltet wird? Soll ich dann schon mal extralange Zigaretten in die andere Ecke der Wohnstadt schicken? ;-)
    Ad Astra

  65. Oliver

    Da grüßt zwar schon die Gruft aus diesen Postings, aber da Falk ja hierher verwies ob der ÖR :D , an die Nr. 13 dort oben, nur nicht zuweit herauswagen, wenn einem der Schimmer einer Ahnung fehlt.

  66. Klar ist der schon älter, aber das ändert ja nichts an den Argumenten, warum sich der ÖR nicht im Wettbewerb mit Privaten zu befinden hat und wohin dieses Schmalspurdenken führt.

  1. Radiotaugliche Musik? - Jul 27th, 2007
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