Die DRM-Front beginnt zu bröckeln

So zumindest die Einschätzung laut Reuters und als Gründe werden die bekannten Tatsachen benannt. Die Einnahmen aus digitalen Downloads steigen ständig, allerdings nicht in dem Maße, um die Verluste bei den CD-Verkäufen zu kompensieren (vgl. auch USATODAY).

Und als einen der Gründe macht man eben das Digital Restriction Management verantwortlich. Außerdem fordert die Musikindustrie seit langem eine Alternative zum Platzhirsch iTunes, war aber bisher nicht bereit, anderen Anbietern den Verkauf von ungeschützten MP3 zu ermöglichen. Nur stehen da mittlerweile neben eMusic auch Amazon, Limewire, MySpace mit SnoCap und Yahoo in den Startlöchern. Außerdem würde sich das Loslösen vom iPod durchaus auszahlen - alternative MP3-Player könnten entwickelt und vermarktet werden und würden in der Theorie damit für einen höheren Absatz sorgen.

Wird wohl ein spannendes Jahr werden - lernt die MI es oder nicht? Es bleibt allemal interessant zu beobachten, was sich im Mainstream auf diesem Sektor tut. Und selbst die Nischen sind noch nicht ansatzweise mit kundenfreundlichen und einfach zu bedienenden Alternativen gefüllt. Auch hier ist noch eine Menge Spielraum für innovative Ansätze bei der Musikvermarktung.

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Es ist zum Kugeln… | Front 242 Download Hype oder wie verarsch ich meine Fans | Verdammt | Curious ganz intim | Wenn das Eure einzige Sorge ist | Der Krug geht solange zu Wasser… | Erstes werbefinanziertes P2P-Musikportal | Überhaupt Medien | Zeitgeist, The Movie - auf deutsch | Sperrfrist |

3 Meinungen ↓

#1 Maxx am 06.01.2007 gegen 01:59

Kleiner Tipp am Rande: Es ist Digital Rights Management, nicht Restriction.

Ich verstehe immer noch nicht so wirklich, warum ich Geld für Musik in verlustbehafteten Formaten ausgeben soll, die ich dann nicht mal in die Hand nehmen kann.

Wenn ich mir Musik kaufe, dann will ich eine Hülle, ein Booklet und eine CD in Original-Qualität.

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#2 Falk am 06.01.2007 gegen 02:04

Kleiner Tipp am Rande: Es ist Digital Rights Management, nicht Restriction.

Da DRM Rechte einschränkt, wird es von uns liebevoll als Restriction Management bezeichnet ;)

Prinzipiell spricht ja auch nichts gegen den Kauf von Musikfiles. Allerdings gehe ich halt soweit, das man damit nicht nur ein Nutzungsrecht erwirbt, sondern damit einen Gegenstand kauft, mit dem ich tun und lassen kann, was ich will. Das ist für mich persönlich der Unterschied ;)

Das es noch genügend Menschen gibt, die auf das Haptische Wert legen mag sein, die Tendenz ist allerdings stark rückläufig. Nur werden eben nicht im selben Maße dann digitale Alben verkauft, sondern meist lediglich Einzelsongs - und hier seh ich den Ansatz für clevere Geschäftsmodelle, die dem Kunden dann aber weitreichende Rechte geben, sobald der Verkauf abgeschlossen ist.

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#3 FALK stands for FUCK ART, LET’S KILL! » Digital Restriction Management am 07.01.2007 gegen 16:45

[...] Da pseudo-philosophier ich hier letztens noch über die bröckelnde DRM-Front und was passiert? Alan Cox, einer der bekanntesten Linux-Entwickler, lässt sich DRM patentieren. [...]

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