Auch im neuen Jahr werden die Phonoverbände ihre Kunden weiter als Verbrecher und zu melkendes Zahlvieh verstehen. So zumindest die Ankündigung des unrasierten Herrn Zombik, Geschäftsführer des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.
Wie jedes Jahr macht man das Absatzminus von 10,1 Prozent im vergangenen Jahr unter anderem wegen der Verluste durch Raubkopien[sic!] fest. Auf die glorreiche Idee, dass eventuell die Qualität der Veröffentlichungen gesunken ist oder die schiere Masse dafür sorgt, scheint man nicht mal in den kühnsten Träumen zu kommen. Dafür hegt man allerdings die Hoffnung, aufgrund einer Gesetzesänderung gleich ohne richterlichen Beschluss an die IP-Adresse und den Namen des beschuldigten Internetnutzers zu gelangen. Damit man dann im nächsten Jahr den Schaden auf mindestens 12 Milliarden beziffern kann, denn die angeblich 6 Milliarden tun wohl noch nicht weh genug. 1
Na dann…wenn ihr meint, dass dies die richtige Strategie ist, dann lasst Euch von mir nicht aufhalten. Ich hab genug legale Sachen im Angebot und unsere Kunden dürfen damit tun und lassen, was sie meinen, damit tun zu müssen.
(Quelle)
- Auf nicht lizensierte Downloads entfallen angeblich 1 Milliarde im Jahr 2006. Woher man diese Zahlen nimmt, bleibt allerdings wie immer ein wohlbehütestes Geheimnis. Ich sollte auch mal den Schaden beziffern, den diese Leute bei mir anrichten. Der dürfte auch nicht unerheblich sein. [↩]
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