Webradio der bessere Podcast?

Na hoffentlich mach ich mir mit dieser Headline genug Feinde. Spass beiseite, irgendwie ist Podcast zwar cool, stylisch und das Non-Plus-Ultra für iPod-Jünger … aber … ja aber, das wars dann auch schon. Der wirkliche Mehrwert in aufgezeichneten Quasi-Radiosendungen ist nicht wirklich größer. Hat schon für mich doch noch eine Menge Charme, jemanden wirklich live - also so richtig in Echtzeit zu hören. Bei Podcast schiesst es diesen Charme gnadenlos weg. Da wird gefummelt, geschnitten, getrickst (okay - Vergleiche zum herkömmlichen Rundfunk sind durchaus erlaubt und gewollt) - und was rauskommt ist so steril wie ein Krankenhaus.

Und nein, ich möcht die Podcasts alle nicht weghaben - aber ich empfinde sie derzeit als überbewertet. Eindeutig wird da zuviel Hype um etwas gemacht, was man einfacher haben könnte.

Vor allem eben grad gefunden

“The Infinite Dial: Radio’s Digital Platforms (Arbitron and Edison Media Research), says the monthly audience age 12+ for Internet radio now tops an estimated 52 million, which is up from about 37 million people in 2005.

Oder mal anders ausgedrückt - ich glaube der Aufwand bei einem Webradio die gleiche Anzahl an Hörern, wie bei einem Podcast zu erreichen, dürfte ungemeinum einiges einfacher sein.

Ich hab leider keinen Vergleich, aber ich find demnächst sicher Zahlen dazu :)

[Update] Also ein paar Zahlen hab ich jetzt eben gefunden, wer noch schlauer ist als meine Hochwinzigkeit möge mir dies bitte mitteilen.

- Today, there are more than 1.6 million aggregate subscribers to FeedBurner-managed podcasts, and this number has more than doubled in the past six months.

- Apple sold 14 million iPods in Q4 last year

- iTunes is the clear favorite for podcast subscribers, a healthy 43% of the market listens (or watches) their favorite podcasts using other applications

Ausrechnen, hochrechnen, schönrechnen mach ich dann ein andermal … aber so gewaltig sieht das momentan noch nicht wirklich aus :)

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Und noch ‘ne Radiosendung und noch eine… | DPA | Pressemitteilungen… | Free Music Charts Podcast | Alles nur noch schnell… | Emerald Park | Zu kurz gedacht? | VUT schießt scharf | Ich versteh grad nicht… | Verdammt |

4 Meinungen ↓

#1 FALK stands for FUCK ART, LET’S KILL! » Blog Archive » Als hätte ich es geahnt… am 21.04.2006 gegen 22:13

[...] Webradio der bessere Podcast? [...]

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#2 FALK stands for FUCK ART, LET’S KILL! » Blog Archive » Das Wort zum Sonntag am 23.04.2006 gegen 14:00

[...] Das Wort zum Sonntag Ich glaube meine Sendung wird heute leider ausfallen müssen. Und ich morgen ein ernsthafteres Wörtchen mit meinem Provider sprechen. Das kann allerdings einem Podcast nicht passieren – ich will es ja nicht nur schlechtmachen. [...]

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#3 FALK stands for FUCK ART, LET’S KILL! » Totgesagte leben länger am 13.11.2006 gegen 16:27

[...] Was heisst denn bedrängen - solche Sätze passieren an sich nur, wenn man versucht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Und schon vor Monaten konnte ich dem Hype um Podcasts und der damit angeblich einhergehenden Medienrevolution nicht wirklich viel abgewinnen. Klar ist es eine schöne Ergänzung zu bestehenden Formaten und hat sicher seine Daseinsberechtigung. Aber die Konsolidierung auf diesem jungen Markt hat noch nicht einmal ansatzweise begonnen und da haben die Radiomacher im Web (und nein, ich mein damit nicht die UKW-Sender, welche *auch* streamen) einen ziemlich großen Vorsprung. Und ich persönlich bleib dabei - mit einem schicken Format, einer gehörigen Portion Persönlichkeit und mit Leuten am Mikro, die wissen, wovon sie sprechen, kann man heutzutage auch noch genügend Menschen fesseln. Und augenscheinlich werden die Nischen, in welchen man sich festsetzen kann, auch immer grösser… [...]

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#4 FALK stands for FUCK ART, LET’S KILL! » Unexplored Area - Die Playlist und sonstige Gedanken… am 15.12.2006 gegen 20:47

[...] Ja dann der Break an dieser Stelle, nachdem a) klar war, dass nach mir keine Sendung mehr stattfindet und b) der Ruf nach Feeling B. lauter wurde. Schwupps in die Playlist geworfen und schwupps genauso schnell einmal verklickt (ich gestehe - wir sind MP3-Schubser, deswegen heissen die bei darkerradio auch nicht DJ). Und damit prompt meine These (mein (Un)wort des Tages im Übrigen) von letztens untermauert, dass ich Radio und Livesendungen eben viel persönlicher finde. Kritiker könnte es mangelnde fachliche Kompetenz nennen - aber diese können sich ja beim Dudelfunker um die Ecke diese holen gelle [...]

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